Archiv / Archive 2003-2006

 

 

DRUCKGRAFIK BERLINER KÜNSTLER

20.Ausstellung vom 16.12.2006 bis 28.01.2007

Am Samstag, den 16.12.2006 von 12:00 bis 20:00 Uhr eröffnet die Galerie Friendly Society ihre 20.Themenausstellung, zu der wir Sie und Ihre Freunde ganz herzlich einladen.

Präsentiert werden Arbeiten von Claudia Borchers, Egon Bresien, Margit Grüger, Angelika Ludwig, Detlef Olschewski, Zoppe Voskuhl

 


Zur Eröffnung der neuen Friendly Society in der Griebenowstraße 23: KÜNSTLER DER GALERIE

19.Ausstellung vom 02.09.2006 bis 31.10.2006

Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass die Friendly Society im Bezirk Mitte, Nähe Prenzlauer Berg, in der Griebenowstr.23 (zwischen Zionskirchplatz u. Kastanienallee) einen temporären Showroom gefunden hat.

Zur Eröffnung möchten wir Sie und Ihre Freunde herzlich einladen.

Samstag, den 2. Sept. 2006 von 12.00 - 20.00 Uhr u. Sonntag, den 3.Sept. 2006 von 12.00 - 20.00 Uhr

Im Galeriebereich zeigen wir Arbeiten der Künstler der Galerie, u.a. neue Bilder von Margit Grüger und Helmut A. Zirkelbach.

SlapDellaPrincesa.de (aka Moe&Noreya) werden am Sonntag gegen 15.00 Uhr zum Friendly Society-Kaffeeklatsch ein kleines Konzert mit Eigenkompositionen (GEMA-frei!) zum Besten geben. Dabei präsentieren sie Mode von Beate Richter.

 


 DIGITAL PRINTS

18.Ausstellung vom 30.06.2006 bis 13.08.2006

Am Freitag, den 30.06.2006 ab 19:00 Uhr eröffnet die Galerie Friendly Society ihre 18.Themenausstellung, zu der wir Sie und Ihre Freunde ganz herzlich einladen möchten.

Präsentiert werden Arbeiten von

Christian Heinrich (Prints hinter Acryl)
Wolfgang Schultheiß
(Prints hinter Acryl & auf Büttenpapier)
Gabriele Worgitzki
(Video & Prints hinter Acryl)

Die Künstler/Innen werden zur Ausstellungseröffnung anwesend sein.

Bereits in den Themenausstellungen Digitale-Naturalistische Welten und Wunder der Natur flossen Prints in das eher klassisch orientierte Programm unserer Galerie. Mit dieser Ausstellung möchten wir gern auf drei Künstler/Innen aufmerksam machen, die sowohl vom Sujet als auch von der Umsetzung das digitale Medium auf sehr unterschiedliche Art und Weise nutzen. Die Arbeiten von Wolfgang Schultheiß entstehen ausschließlich am Computer. Fotos werden so weit verfremdet, bis sich daraus meist geometrisch angeordnete Farbflächen entwickeln. Konsequent konstruiert Wolfgang Schultheiß sehr klar definierte Formen und farbintensive Raumlandschaften. Christian Heinrich hingegen nutzt die digitale Bildbearbeitung hauptsächlich als collage-technisches Medium. Durch Überlagerung und Montage von Detailaufnahmen eigener Collagen und Digitalfotos entstehen am Computer neue Formen, Strukturelemente, fremdartige, bizarre Flächen und Texturen. Gabriele Worgitzkis Animation secretpath setzt sich aus einzelnen analogen Fotos zusammen, die sich so langsam überblenden, dass der Wandel nur bei aufmerksamer Betrachtung wahrnehmbar ist. Durch die digitale Bearbeitung komprimiert Gabriele Worgitzki zeitliche Abläufe. Dem Betrachter bietet sich dennoch eine zur Ruhe bringende Installation, dessen Sound von dem amerikanischen Musiker David Hotep eigens dafür komponiert wurde. In der Ausstellung werden sowohl das „Video“ als auch die Prints gezeigt.

Wir würden uns freuen, Sie zur Vernissage begrüßen zu können und möchten Sie an dieser Stelle bereits darauf hinweisen, dass die Friendly Society neue Präsentationsräume in Berlin-Mitte sucht und somit Digital Prints die letzte Ausstellung in der Gipsstraße sein wird.

 


 ZEIT - LICHT - RÄUME

17.Ausstellung vom 12.05.2006 bis 25.06.2006

Am Freitag, den 12.05.2006 ab 19:00 Uhr eröffnet die Galerie Friendly Society ihre 17.Themenausstellung, zu der wir Sie und Ihre Freunde ganz herzlich einladen möchten.

Präsentiert werden Arbeiten der Künstler/Innen:

Anna Holldorf (Arbeiten auf Leinwand u. Papier)                                                                                      Karl-Ludwig Lange (Malerei auf Leinwand)
Jutta Schölzel (Skulpturen)

Auch wenn der Titel dieser Ausstellung auf fast jeden Künstler zutreffen mag, haben wir uns für jene entschieden, die sich mit diesem Thema klar, direkt, bewusst und konsequent auseinandersetzen. Schrittweise nähern sich die Künstler, Zeit, Licht, Raum zu begreifen, sicht-, spür- und fühlbar zu machen. Sie setzen Zeichen ohne Verzier-ungen, verknüpfen die drei Elemente jeweils  auf unterschiedliche Art und Weise sowohl inhaltlich als auch visuell miteinander. So kann die Zeit vibrieren, abwesend, aber auch auf einen Moment der Flüchtigkeit oder des Wartens reduziert sein. Das Licht – uns in seinen Wirkungen vertraut, im Wesen weitgehend unfassbar – wird zum aktiven Bestandteil der Wahrnehmung von Farben, Strukturen, Stofflichkeiten und Körpern. Je nach dessen Einfall ändert sich die Stimmung, wandelt sich der Ausdruck, offenbart sich die Erscheinung. Es kann vibrieren, erhellen, erleuchten lassen, aber auch zur Verdunkelung oder Erstarrung führen. Im Raum gibt es keine Zeit, nur einen flüchtigen Moment, nicht fassbar, entschwindend, entgleitend. Das Zentrum verdichtet sich in Karl-Ludwig Langes Bildern lediglich zu einer geahnten Figur. Oder der Raum wird flächig. Wie eine sanfte Farbmembrane umhüllt er den Körper in Anna Holldorfs Arbeiten. In den Skulpturen von Jutta Schölzel erscheint der Raum meist abstrakt visualisiert. Ein Stein wird zum Boot, zur Höhle, zum Haus. Doch um die Wirkung und Empfindungen direkt wahrnehmen zu können, reichen Worte und Abbildungen nicht aus. Diese Ausstellung zeigt uns wieder einmal, wie unzulänglich Beschreibungen sein können. Kunst ist ein Erlebnis – ein sehr persönliches Gespräch.

Wir würden uns freuen, Sie zu dieser kontemplativen Ausstellung in der Friendly Society begrüßen zu können.

 


 WUNDER DER NATUR

16.Ausstellung vom 24.03.2006 bis 07.05.2006

 

Am Freitag, den 24.März 2006 ab 19.00 Uhr eröffnet die Galerie Friendly Society ihre 16.Themenausstellung,
zu der wir Sie und Ihre Freunde ganz herzlich einladen möchten.

Präsentiert werden Arbeiten der Künstler/Innen:

Angela M. Flaig (Bilder und Objekte)
Norbert Klaus (Reisigobjekte)
Susanne Stühr (Digitalprints auf Textil)

Andreas Vitt begleitet die Vernissage mit einer eigenen Komposition für Konzertgitarre.

Einige der Künstler werden zur Ausstellungseröffnung anwesend sein.

Auch wenn die Darstellungsformen und künstlerischen Bereiche  zunächst sehr unterschiedlich erscheinen – sie reichen vom digitalen Print auf Textil bis zur Skulptur aus Blumensamen –  so haben sie doch eines gemein: die Auseinandersetzung mit organischen Stoffen der Natur. Zum einen ist es die Faszination, die von Schimmel-pilzkulturen ausgeht. Susanne Stühr präsentiert uns digitale Bilder vom Mikrokosmos, die an abstrakte, fast surreale Welten erinnern, farbenprächtig und elegant auf “Textilkissen“ an der Wand komponiert, installiert. Zum anderen wird Reisig vom Künstler Norbert Klaus unzählige Male verwoben, gesteckt und anschließend zu einer geometrischen Form geschnitten. Oder aber es ist Löwenzahnsamen – wir erinnern uns an die Pusteblume – , der von Angela M. Flaig zwar zu einer unzerbrechlichen aber dennoch fragilen, leicht schwebenden Schale geformt wurde. Bereits bei der Beschreibung der einzelnen Kunstwerke fällt uns auf, wie weit dieses Thema reicht, wie unerschöpflich der Garten der Natur sich uns offenbart. Leider können wir dieses Thema nur anstreifen, einen kleinen Einblick bieten, ein Moment, der vielleicht  zum Schmunzeln anregt, ein wenig überrascht, uns berührt, fasziniert oder auch nachdenklich stimmt.

Wir würden uns freuen, Sie zu diesem wunderbaren Naturerlebnis in der Friendly Society begrüßen zu können.

 


ROTE TRÄUME

15.Ausstellung vom 13.01.2006 bis 04.03.2006

 

Am Freitag, den 13.Januar 2006 ab 19.00 Uhr
eröffnet die Galerie Friendly Society ihre 15.Themenausstellung Rote Träume,
zu der wir Sie und Ihre Freunde ganz herzlich einladen möchten.

Präsentiert werden Arbeiten der Künstler/Innen:

Katharina Bach (Bildobjekte)
Karl-Ludwig Lange (Malerei auf Papier und Leinwand)
Hans-Joachim Müller (Holzskulpturen)
Sabine Noll (Arbeiten auf Papier und Leinwand)

Einige der Künstler werden zur Ausstellungseröffnung anwesend sein.

Die 15.Themenausstellung taucht die Galerie in ein rotes Ambiente. 4 Künstler/Innen (Katharina Bach, Karl-Ludwig Lange, Hans-Joachim Müller, Sabine Noll) widmen sich diesmal sowohl flächig als auch dreidimensional in ihren Arbeiten dem Rot, der Farbe des Feuers und des Blutes. Kaum eine andere Farbe ist wie diese symbolisch ambivalent. Zum einen steht sie im positiven Sinne für das Leben, die Liebe, die Wärme, verkörpert sie die begeisterte Leidenschaft und Fruchtbarkeit. Zum anderen ist sie aber auch die Farbe des Krieges, der zerstörerischen Macht des Feuers, des Blutvergießens und des Hasses. Das Rot war in der Geschichte immer wieder ein Symbol für Macht, die Farbe des Kaisers, des Adels und der Generäle. Auch die hohe Gerichtsbarkeit bediente sich gern der Farbe Rot. Die Kardinäle tragen Rot mit Bezug auf das Blut der Märtyrer. Satan, der Herr der Hölle, und die Hure Babylons sind rot gekleidet, ein Ausdruck der verzehrenden Gewalt des Höllenfeuers oder unbezähmter Begierden und Leidenschaften. Heute finden wir das Rot oft als auffällige Signalfarbe, meist in der Werbung oder im Straßenverkehr. Rot verheißt uns Aufbruch, Bewegung, neues Leben, Wärme, Vorsicht und Gefahr. Wie man sieht, ist diese Farbe fast immer gegenwärtig, sehr vielfältig, meist differenziert und sparsam eingesetzt. Man darf darauf gespannt sein, was mit einem Raum geschieht, in dem nur rote Flächen, Formen unterschiedlicher Farbnuancen dominieren und pulsieren. Wird dieser Raum zu einem Ort voller Kraft, meditativer Ruhe und Wärme oder herrscht eher eine Stimmung des Aufbruchs voller Lebendigkeit und Aggression.

Wir würden uns freuen, Sie zu diesem Erlebnis in der Friendly Society begrüßen zu können.

 


2005


REISEBILDER

14.Ausstellung vom 18.11.2005 bis 08.01.2006

Am Freitag, den 18.November 2005 eröffnet die Galerie Friendly Society ihre 14.Themenausstellung “Reisebilder“, zu der wir Sie und Ihre Freunde ganz herzlich einladen möchten.

Präsentiert werden Arbeiten der Künstler/Innen:

Michael Hofmann (Holzschnitte)
Hans-Dieter Schmidt (Skulpturen)
Karl-Ludwig Lange (Zeichnungen)
Angelika Ludwig (Arbeiten auf Papier)
Helmut Anton Zirkelbach (Radierungen)

Die Ausstellung widmet sich diesmal keinem ungewöhnlichen Thema in der Bildenden Kunst. Sie trägt den Titel ”Reisebilder“. Wie unterschiedlich die Künstler, Michael Hofmann, Karl-Ludwig Lange, Angelika Ludwig, Hans-Dieter Schmidt und Helmut A. Zirkelbach dieses Thema angehen, umsetzen und verarbeiten, wie weit der Begriff “Reise“ gedeutet werden kann, lässt sich in dieser kompakten Ausstellung leider nur anreißen.
Drei Schwerpunkte haben sich bei der Wahl der Werke herauskristallisiert: Zum einen die “Reise“ als Lebensweg, Suche nach geistig seelischen Zielen, zum anderen der Weg, den die Verstorbenen nach ihrem Tod unternehmen müssen und natürlich die Reise als zielgerichtetes Zurücklegen eines Weges, die Sehnsucht in die Ferne.
Wie wichtig der Einfluss von “Reiseerlebnissen“ in welcher Form auch immer sein kann, ist in vielen Künstlerbiographien nachzulesen. Sind es lediglich Erinnerungen, die wir festhalten möchten oder spielt dabei auch noch ein anderer Aspekt eine entscheidende Rolle? Schließt man mal die naturgetreue Abbildung aus, verbirgt sich hinter dem so genannten “Reisebild“ nicht nur ein Gegenstand oder Ort, sondern ein Konglomerat von vielen unterschiedlichen Erlebnissen, Ereignissen, Gefühlen, Stimmungen und Erfahrungen. Die künstlerische Umsetzung dient nicht nur dem Abbild, der Kopie eines Moments. Sie ist die Verarbeitung mannigfaltiger Eindrücke und spiegelt zugleich die seelische Verfassung, den psychischen Zustand des Künstlers wider. “Reisebilder“ sind nicht nur Boten der Ferne sondern auch immer Spiegel der Seele.

 


DAS UNGEWÖHNLICHE FORMAT

13.Ausstellung vom 16.09.2005 bis 13.11.2005

Am Freitag, den 16.September 2005 ab 19.00 Uhr eröffnet die Galerie Friendly Society ihre 13.Themen-ausstellung “Das ungewöhnliche Format”, zu der wir Sie und Ihre Freunde ganz herzlich einladen möchten.

Präsentiert werden Arbeiten der Künstler/Innen:

Katharina Bach (Mischtechniken auf Leinwand)
Christian Heinrich (Ölcollagen auf Bütten)
Karl-Ludwig Lange (Arbeiten auf Papier)
Sabine Noll (Enkaustik)
Georg Weise (Mischtechniken auf Hartfaser)

Einige der Künstler/Innen werden zur Ausstellungseröffnung anwesend sein.

In der Ausstellung zeigen wir Arbeiten der Künstler/Innen Katharina Bach, Christian Heinrich, Karl-Ludwig Lange, Sabine Noll und Georg Weise, die, wie der Titel es bereits verrät, für ihre künstlerische Umsetzung ein eher ungewöhnliches “Werkformat“ gewählt haben. So ging es bei der Auswahl der Arbeiten diesmal weniger um die inhaltliche Bedeutung, die thematische Auseinandersetzung als vielmehr um die Darstellung einer spannenden, umfangreichen Bandbreite mannigfaltiger Formen und unterschiedlicher Größen. Meist sind die hier präsentierten Arbeiten eher Exoten innerhalb des Gesamtoeuvres der jeweiligen Künstler/Innen, was gerade den besonderen Reiz ausmacht und die Spannung erheblich steigert. Neben sehr schmalen, langen, aber auch kleinen Hochformaten und Kreuzformen, behaupten sich Collagen in nahezu Briefmarkengröße, aber auch Kreise unterschiedlichen Durchmessers. Ein buntes, breit gefächertes Mosaik von Farben, Formen und Techniken entfaltet sich auf den Wänden der Galerie. Damit knüpfen wir gern an unsere 3.Themenausstellung “Kunst im Quadrat“ an und hoffen, dass sie dem Besucher auch wieder so viel Freude und Lust auf Kunst bereitet wie den Künstler/Innen und uns.

 


SPIEGELUNGEN

12.Ausstellung vom 15.07.2005 bis 11.09.2005

Am Freitag, den 15.Juli 2005 ab 19.00 Uhr eröffnet die Galerie Friendly Society ihre 12.Themenausstellung
“Spiegelungen”, zu der wir Sie und Ihre Freunde ganz herzlich einladen möchten.

Präsentiert werden Arbeiten der Künstler/Innen:

Karl-Ludwig Lange (Bilder und Zeichnungen)
Jutta Schölzel (Plastiken)

Die Künstler/Innen werden zur Ausstellungseröffnung anwesend sein.

In der Ausstellung stellen wir eine Bildhauerin und einen Maler vor, die die menschliche Figur zum Hauptthema ihrer Werke bestimmen. Die intensive Beschäftigung mit dem Menschen, dessen Bezug zum Selbst und zum Raum, stehen immer wieder im Vordergrund. Spiegelungen der eigenen Seele und Psyche manifestieren sich im Erscheinungsbild des Körpers. Das Innere zeigt sich im Äußeren. Gedanken, Gefühle nehmen Form an. Körper, Aktionen sind die Sprache unseres Wesens. Erst durch sie können wir kommunizieren, Kontakt aufnehmen, uns formen, das Innere sichtbar machen. Ein Thema, dass den bildenden Künstler immer wieder bewegt: Eindringen in die eigene Psyche, Öffnen der Seele, Stimmungen und Zustände wahrnehmen, innere Strukturen erkennen, das nicht Fassbare darstellen, Ideen und Gedanken bildhaft umsetzen. Die Bildhauerin Jutta Schölzel beschreitet diesen Weg auf sehr eindrucksvolle Weise. Viele ihrer Skulpturen zeigen geschlossene Augen und Münder. Die Wahrnehmung findet aus der Tiefe des Seins statt. Es ist die Zeit der Stille, der Besinnung und Kontemplation. In der heutigen lauten, geschäftigen Welt wächst das Bedürfnis nach geschützten Räumen der Stille. Es sind Erfahrungsräume, Orte des Innehaltens, um zu sehen, zu fühlen, zu lauschen, Orte der Selbstvergewisserung. Aber auch in Karl-Ludwig Langes Bildern begegnen wir dieser Stille, verbunden mit einer vibrierenden Sinnlichkeit, die den Betrachter nahezu durchströmt. Man möchte fast meinen, in einen Spiegel zu schauen, in einen Farbraum zu blicken, wo undeutlich, verletzt, fragil, sensibel, eine aufrechte Figur auftaucht, sich entfaltet und wieder verschwindet. Wie eine Halluzination, ein Geist oszilliert die zentrale Senkrechte, der aufsteigende, leicht schwankende, menschliche Körper: Erscheinung und schwindendes Scheinbild zugleich, Gewinn und Verlust, ein beglückender und schmerzlicher Prozess der Imagination und der persönlichen Befindlichkeit.

 


BLAU

11.Ausstellung vom 13.05.2005 bis 10.07.2005

Am Freitag, den 13.Mai 2005 ab 19.00 Uhr eröffnet die Galerie Friendly Society ihre 11.Themenausstellung
“BLAU”, zu der wir Euch und Eure Freunde ganz herzlich einladen möchten.

Präsentiert werden Arbeiten auf Leinwand und Papier der Künstler/Innen:

Christian Heinrich, Sandra Lange, Angelika Ludwig, Stefan Pietryga, Wolfgang Schultheiß,
Susanne Stühr und Helmut Anton Zirkelbach

Einige der Künstler werden zur Ausstellungseröffnung anwesend sein.

Die Ausstellung trägt den Titel „BLAU“ und zeigt anhand von unterschiedlichen Techniken, Materialien und Formaten der Künstler/Innen Christian Heinrich, Sandra Lange, Angelika Ludwig, Stefan Pietryga, Susanne Stühr, Wolfgang Schultheiß und Helmut Anton Zirkelbach wie vielfältig “BLAU” sein kann. In der Kunstgeschichte gibt es wohl kaum einen Bildenden Künstler, der sich nicht mit dieser Farbe auseinandersetzte, zum einen aufgrund ihrer Allgegenwärtigkeit und Ausstrahlung, zum anderen natürlich auch im Hinblick auf die tiefe Symbolik, die ihr seit Jahrtausenden innewohnt. So ist BLAU die Farbe des Himmels, der Ferne, des Wassers, die Farbe des Göttlichen, der Wahrheit und der Treue, aber auch des Irrealen und Phantastischen. Wir erinnern uns an die Blaue Blume in der Dichtung und den Bildern der Romantik, das Symbol der ins Unendliche gerichteten Sehnsucht, an das Reinheits-Symbol in der christlichen Tafelmalerei, den blauen Mantel der Maria. Noch heute gilt BLAU im Orient als Schutz vor dem bösen Blick. Wie sehr uns diese Farbe als Mensch positiv beeinflusst und fasziniert, stellen wir immer wieder fest, sobald uns der Himmel transparent, klar und tiefblau erscheint. Welch ein Anblick offenbarte sich den Astronauten, die unseren blauen Planeten zum ersten Mal aus der Ferne sahen und wie beruhigend wirkt ein Blick aufs weite Meer oder in den tiefblauen Sternenhimmel. So ist es auch nicht verwunderlich, dass gerade Bilder, in denen BLAU dominiert, besonders bevorzugt betrachtet und geschätzt werden. Man denke dabei nur an die Werke von Yves Klein. Wie vielfältig, transparent, pastos, tief, schwer und leicht kann diese Farbe sein. Wie unterschiedlich wirkt sie auf uns, den Betrachter, beruhigend, meist etwas kühl und manchmal auch nachdenklich, sinnlich, rein und vertraut. Das sind nur einige wenige Aspekte, die uns die Künstler in dieser Ausstellung offenbaren. Wie mannigfaltig BLAU sein kann, sollte wohl jeder Besucher selbst erfahren, in dem er sich einlässt auf den Farbrausch in BLAU.

 


IMPRESSIONS OF BERLIN

10.Ausstellung vom 18.03.2005 bis 10.05.2005

 

Am Freitag, den 18.März 2005 ab 19.00 Uhr eröffnet die Galerie Friendly Society ihre 10.Themenausstellung
Impressions of Berlin“, zu der wir Euch und Eure Freunde ganz herzlich einladen möchten.

Präsentiert werden Arbeiten auf Leinwand und Papier der Künstler/Innen Hans-Joachim Billib, Inge H. Schmidt, und Georg Weise

Die Künstler werden zur Ausstellungseröffnung anwesend sein.

Die Ausstellung präsentiert sich mit dem Titel “Impressions of Berlin“ und zeigt Werke von 3 Künstler/Innen, die in Berlin leben und arbeiten. Immer seltener widmen sich heute ortsansässige freischaffende Künstler diesem Thema. Ist die Stadt so uninteressant geworden? Gibt es schon genug Ansichten vom Brandenburger Tor? Wird der Künstler zum Hobby- oder Stadtmaler degradiert, wenn er die Museumsinsel oder den Reichstag malt? Bei dem Angebot der Bilder in den stadtbekannten Souvenirläden und auf den Berliner Kunstmärkten kommt man unweigerlich auf diese Fragen. Und so erinnert sich manch einer an die Gründer der „Schule der neuen Prächtigkeit“ in den siebziger Jahren, wo Ansichten der Stadt und deren Bewohner kritisch realistisch auf der Leinwand dargestellt wurden und sich kaum einer dem kunstdruckfreundlichen Berliner Hyper-Realismus entziehen konnte. Diese sehr realistische Form der Darstellung ist zwar nicht verloren gegangen, doch in dieser Ausstellung sollen weder soziale, politische Aspekte noch die Verherrlichung Berliner Stadtansichten oder Kulturdenkmäler im Vordergrund stehen. Hier geht es in erster Linie um den Künstler, seine Wahrnehmungen, Gefühle, Empfindungen und Stimmungen, sein Verhältnis zur Stadt, in der er lebt. So sind es oft nur skizzenhafte Eindrücke, Impressionen, kleine Einblicke und eigene Interpretationen, die in den Werken von Hans-Joachim Billib, Inge H.Schmidt und Georg Weise zum Ausdruck kommen.

Bei Inge H.Schmidt, in Berlin bekannt durch ihre erotischen Zeichnungen und Aquarelle, entstehen Ansichten von Berlin und Potsdam eher „beiläufig“, in der alltäglichen Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt. Ein Ort, der ihr am Herzen liegt, wird skizziert festgehalten, spannungsgeladen auf Büttenpapier oder Leinwand mit Pinsel, Kreide, Stift. Nicht die detailgetreue Abbildung steht hier im Vordergrund, sondern der sinnliche Moment des Wahrnehmens, ein fast erotischer Moment mit Empfindungen und Gefühlen zum Ort und zum Objekt. Ein Platz, ein Bauwerk oder Denkmal löst sich aus der Erstarrung und beginnt zu vibrieren. Nur die typischen Attribute verweisen eher beiläufig auf ein bekanntes Motiv.

Hans Joachim Billib hingegen, Meisterschüler von Prof. Klaus Fußmann, begegnet seiner Umwelt eher distanziert und objektivierend. Sein Interesse gilt der sichtbaren Wirklichkeit. Technisch brillant, fast altmeisterlich fängt er die Stadt, seine Umgebung mit Ölfarbe ein. Trotz des sich ständig wandelnden Lichtes, der Veränderungen von Farben und Schatten, suggeriert uns Billib nur einen Moment der Ruhe, einen Ausschnitt des Anhaltens. Dabei geht es weniger um die Darstellung der Stimmung eigener Gefühle und Gedanken, noch um Abstraktion von Wahrnehmungen, als vielmehr um die Erkundung der Stadt, ihrer Eigenschaften, Wesenszüge und Korrespondenzen zueinander. Die Intensität der Beobachtung und die Genauigkeit der Malerei verleihen nicht selten der auf diese Weise gesehenen Stadtlandschaft etwas Surreales.

 


HORIZONTE

9.Ausstellung vom 14.01.2005 bis 15.03.2005

 

Am Freitag, den 14.Januar 2005 ab 19.00 Uhr eröffnet die Galerie Friendly Society, Gipsstr.23, 10119 Berlin ihre 9.Themenausstellung “Horizonte“, zu der wir Euch und Eure Freunde ganz herzlich einladen möchten.

Präsentiert werden Arbeiten auf Leinwand und Druckgrafiken der Künstler:

Boris Born  (Arbeiten auf Leinwand)
Klaus Neuper  (Arbeiten auf Leinwand)
Helmut Anton Zirkelbach  (Druckgrafik)

Klaus Neuper wird zur Ausstellungseröffnung anwesend sein.

Mit der Ausstellung “Horizonte” greifen wir ein Thema auf, womit sich fast jeder Bildende Künstler auseinander-setzen muss. Besonders interessant und spannend aber wird es immer dann, wenn der Künstler vorwiegend abstrakt arbeitet, wir als Betrachter in fast surreal anmutende Landschaften eintauchen können und sich für uns ganz neue Welten öffnen.

Wir meinen, dass dies ein passender und sinnvoller Start ins Neue Jahr ist!

 


2004


BUNTE WEIHNACHTSMÄNNER UND NIKOLÄUSE

8.Ausstellung vom 26.11.2004 bis 11.01.2005

Am Freitag, den 26.November 2004  ab 19.00 Uhr eröffnet die Galerie Friendly Society, Gipsstr.23, 10119 Berlin ihre 8.Themenausstellung “Bunte Weihnachtsmänner und Nikoläuse“ zu der wir Euch und Eure Freunde ganz herzlich einladen möchten.

Präsentiert werden kleine Originale und Druckgrafiken von Künstler/Innen der Galerie, u.a. von Udo Achterholt, Katharina Bach, Hans-Joachim Billib, Boris Born, Egon Bresien, Massimo Casagrande, Christian Heinrich, Beat Kriemler, Sandra Lange, Angelika Ludwig, Eva-Maria Neuper, Detlef Olschewski, Klaus Reincke, Inge H. Schmidt, Wolfgang Schultheiß, Elisabeth Schwarz, Helmut Anton Zirkelbach

In unserer 8.Themenausstellung präsentieren wir auf 25qm Wandfläche circa 60 kleine Originale und Druckgrafiken der Künstler/Innen der Galerie. Wie ein buntes Mosaik unterschiedlicher Farben, Formate und Techniken w der regulären Öffnungszeiten in der Galerie erhältlich und nach Beantwortung einiger kniffliger Fragen dort auch abzugeben. Wir wünschen Euch dabei viel Spaß und sind schon jetzt gespannt, wer unseren 1.-3.Preis erhält..  irkt diese in sich stimmige „Wandinstallation“. Unweigerlich erinnert man sich an den beliebten Adventskalender und an die sich stapelnden Geschenke und Pakete unterm Weihnachtsbaum. Jedes Jahr die gleiche Prozedur. Besinnliches Weihnachtsgetümmel in den Kaufhäusern, die Jagd auf Freude bringende Umtausch-Geschenke, 24 Tage Einkaufs-Stress, kaum Zeit, sich selbst etwas zu gönnen. Doch Vielfalt und Überfluss zur Weihnachtszeit müssen nicht immer Stress und Unruhe verursachen. Das soll diese Ausstellung vermitteln. In ruhiger Atmosphäre und gemütlichem Ambiente, bei einem heißen Tee oder Cappuccino kommt vielleicht der eine oder andere Shopping-Gestresste zur Entspannung und lässt dabei die vielen kleinen Bilder und Eindrücke auf sich einwirken, erinnert sich gern an die aufregenden Momente seiner Kindheit während der Weihnachtszeit oder entdeckt unzählige Geschichten, die uns die Künstler auf vielfache Art und Weise vermitteln möchten. Weihnachtsmänner und Nikoläuse wird man an den Wänden wohl kaum finden. Sie präsentieren sich im Schaufenster und warten auf ihren Einsatz am 24.Dezember.
...denn ein Bild hängt bunt verpackt, mit einer roten Schleife versehen an der Wand. Erst Heiligabend geht dieser geheime 1.Preis und zwei weitere an einen Besucher unserer Galerie. In der Zeit vom 26.11.bis 24.12.2004 hat Jeder (Mindestalter 18 Jahre) einmal die Möglichkeit, an unserem kleinen Weihnachts-Preisausschreiben teilzunehmen. Die Teilnahmekarten sind während der regulären Öffnungszeiten in der Galerie erhältlich und nach Beantwortung einiger kniffliger Fragen dort auch abzugeben. Wir wünschen Euch dabei viel Spaß und sind schon jetzt gespannt, wer unseren 1.-3.Preis erhält...

 


AFRIKAZAUBER

7.Ausstellung vom 15.10. bis 23.11.2004

Am Freitag, den 15.Oktober 2004  ab 19.00 Uhr eröffnet die Galerie Friendly Society, Gipsstr.23, 10119 Berlin ihre 7.Themenausstellung: “Afrikazauber“, zu der wir Euch und Eure Freunde ganz herzlich einladen möchten.

Präsentiert werden Arbeiten der Künstler/Innen:

Katharina Bach  (Arbeiten auf Holz und Leinwand)
Christian Heinrich  (Arbeiten auf Holz, Leinwand und Büttenpapier)
Sandra Lange  (Arbeiten auf Leinwand und Büttenpapier)

Die 7.Themenausstellung der Galerie Friendly Society präsentiert sich mit dem Titel “Afrikazauber“. Aufgrund der mannigfaltigen Facetten dieses Kontinents, liegt die Betonung wohlweislich auf Zauber und berührt damit, auf vielfältige Weise abstrakt umgesetzt, im Wesentlichen Bereiche der Gefühle und Stimmungen, Farb- und Naturspiele. Es ist der Zauber des afrikanischen Lichts, der Winde, des Wassers und der Erde, der uns Europäer immer wieder fasziniert und uns mit der Wurzel des Ursprungs, des Archaischen, “Einfachen“ konfrontiert. So ging es den Ausstellungsmachern bei der Zusammenstellung der Arbeiten weder um eine Auseinandersetzung mit den politischen und sozialen Zuständen Afrikas noch um eine umfassende Darstellung afrikanischer Kunst und Kulturen, sondern vielmehr um eine Präsentation von sinnlichen Wahrnehmungen, die den Betrachter zum Eintauchen verführen, seine Phantasie zum Spielen verleiten, ihn berühren und möglicherweise Erinnerungen wecken. Licht-, Farb-, Form- und Strukturspiele füllen den Raum, die magische Kraft Afrikas ist gegenwärtig, nicht direkt, aber unbewusst spürbar und ohne dabei aufdringlich zu wirken. Sie schwebt eher wie ein Duft, nicht fassbar aber vertraut und eindringlich.
Auch wenn nicht alle der 3 europäischen Künstler/Innen diesen naturverbundenen Kontinent bereist haben, manifestiert sich zumindest in einigen Werken ihres Gesamtoeuvres der Hauch des Ursprungs, der Zauber der Natur. Je tiefer wir ins Unterbewusste eindringen, wir uns von unseren Gefühlen leiten lassen, uns befreien, ein Wesensmerkmal des abstrakt arbeitenden Künstlers, desto mehr dringen wir vor, nähern wir uns der Quelle unseres Daseins, dem natürlichen Ursprung, der in Allem innewohnt.

Die Berliner Künstlerin Katharina Bach, unbekümmert um den Zeitgeist, ist eine neugierige Sammlerin. Ausgediente Fundstücke unterschiedlicher Materialien, deren Geschichte noch ablesbar ist, werden in ihren Händen zu neuem Leben erweckt, bearbeitet, verändert, bewusst als Störfaktor, oft ihrer ursprünglichen Bedeutung entledigt, in Szene gesetzt und integriert. Katharina Bachs Malerei, ihre Objekte, das ist kein abbildhaftes Erfassen von Realität, das sind in spielerischer Bewegung angehaltene, kunstvoll umgesetzte Formen fließender Wahrnehmung sehr bewusster Art. Katharina Bach arbeitet mit einer Formensprache, die sich im Laufe von Jahren der Beschäftigung mit Bewegung auf einfache, archaisch anmutende Zeichen reduziert hat. Aus dem Interesse an menschlicher Bewegung, dem Hinterlassen von Spuren und musikalischen Elementen wie Rhythmus und Dynamik hat sich eine Zeichensprache entwickelt, die piktogrammhafte Assoziationen zulässt, sich jedoch direkter Lesbarkeit bewusst entzieht.

Christian Heinrich, der seine Laufbahn als Meisterschüler von Herbert Kaufmann an der Kunstakademie in Berlin begann, hat im letzten Jahrzehnt eine ganz eigenständige künstlerische Handschrift entwickelt, einen Stil und eine Technik, die man immer wieder nachzuahmen versucht hat, ohne dass die Heinrich eigentümliche Originalität jemals erreicht worden wäre. Seine Technik erscheint einfach, aber sie verschließt sich gerade deswegen jeglichem Plagiat: aus handgeschöpftem Papier unterschiedlicher Herkunft kreiert er über eine perfekte Collage, bei der Papierschichten gleichsam palimpsestartig übereinander gelegt werden und so eine räumliche Dimension entstehen lassen, eine eigenständige künstlerische Welt, die zugunsten von Farben, Blöcken, Flächen und Linien auf jegliche Referenz auf eine wie auch immer geartete Wirklichkeit verzichtet und die ganz aus der akribischen Verfremdung der Materialien lebt und die zugleich aus der Imagination des Betrachters immer wieder neu und immer wieder anders entsteht.

Sandra Lange, Studentin an der Universität der Künste Berlin bei Prof.Frank Badur, entledigt sich in ihren Arbeiten jeglicher Formensprache. Bewusst verzichtet sie auf narrative Inhalte. Die Farbfläche wird zum zentralen Thema. Die Form ergibt sich aus dem Quadrat oder Rechteck der Leinwand oder des Büttenpapiers. Lasierend, vielschichtig aufgetragen, bauen die einzelnen, zum Teil komplementären Farbschichten das Bildganze auf. Am Anfang jeder Arbeit stehen der spielerische Umgang mit den Farben, den Flächen und die Neugier. Bewusst wählt Sandra Lange die Gouache Technik, die den Arbeiten einen naturnahen Charakter verleiht. Freskoartig wirken die nuancierten Farbflächen, luftig, erdig, bewegt, matt, aber nicht verschlossen, diffus, doch nicht unkonzentriert. Man möchte fast meinen, die einzelnen Schichten korrespondieren, stehen wechselseitig in Beziehung zueinander und fügen sich gleichwertig zu einem Ganzen. Komplexe Räume entstehen, die den Betrachter einladen, in Kommunikation mit den eigenen Stimmungen und denen der Künstlerin zu treten. Unweigerlich erinnert man sich an die meditativen, fast sakralen Bilder von M.Rothko oder Yves Klein, doch Sandra Lange verleiht der Fläche noch Struktur und Bewegung. Zum einen geschieht dies durch das Material an sich, dem handgeschöpften Büttenpapier, zum anderen wirken einige Schichten fast  wie Schleier, Vorhänge oder Sandwinde, die den Farbraum Richtung weisend durchstreifen und in Bewegung setzen. Farblinien fallen oder richten sich auf, ein Tropfen verdunstet, die Farbfläche pulsiert. Wenn man den Arbeiten Sandra Langes begegnet, dann betritt man immer Räume. Eine Tür öffnet uns den Blick zu einer unendlichen Weite. Die Zeit erscheint wie eingefroren. Die verschwimmenden Konturen dieser verborgenen Welt strahlen Ruhe, Tiefe und Entspannung aus.

 


ABOUT WOMAN

6.Ausstellung vom 13.08. bis 12.10.2004

Am Freitag, den 13.August 2004 ab 19.00 Uhr eröffnet die Galerie Friendly Society, Gipsstr.23, 10119 Berlin ihre 6.Themenausstellung About Woman zu der wir Euch und Eure Freunde ganz herzlich einladen möchten.

Präsentiert werden Arbeiten der Künstler:

Angelika Ludwig  (Arbeiten auf Papier)
Ellen Mäder-Gutz  (Plastiken aus Keramik)
Klaus Reincke  (Eisenplastiken und Arbeiten auf Karton))
Inge H.Schmidt  (Mischtechniken auf Papier)
Helmut Anton Zirkelbach  (Radierungen)

Einige der Künstler werden zur Vernissage anwesend sein und gern Rede und Antwort stehen.

Die Galerie Friendly Society stellt in ihrer 6. Themenausstellung fünf europäische Künstler und Künstlerinnen vor, die aus verschiedenen Perspektiven, mithilfe unterschiedlicher Materialien und Techniken, den weiblichen Körper und dessen ästhetische Schwingungen nackt, verhüllt, verspielt, provokant, lustvoll in Szene setzen. Die Frau, vielfältig als Objekt der Begierde dargestellt oder auf weibliche Attribute reduziert, steht in dieser Ausstellung im Mittelpunkt, im Dialog mit Farb- und Formspielen, aktiv im Geschehen, passiv, souverän im Raum, abstrakt reduziert, isoliert oder mit dem männlichen Körper konfrontiert. So unterschiedlich auch die Interpretationen und Techniken der einzelnen Künstler und Künstlerinnen auf den ersten Blick erscheinen. Sie haben eines gemein. Der weibliche Körper, in vielfältiger Weise abstrahiert dargestellt, überzeugt immer wieder durch die Ästhetik und Vibrationen seiner spezifischen Attribute, pulsiert, schwingt und lässt dabei den Betrachter noch genügend Raum zu eigenen Interpretationen.

Die Arbeiten auf Papier von Angelika Ludwig sind weiblich determiniert. Zeichenhaftes, aus der Anschauung des menschlichen (weiblichen) Körpers abstrahiert, bildet das Gerüst des Bildgeschehens. Schöpfungsmythen verschiedener Kulturen und die eigene Sicht als Frau, die den Schutz des Lebens reflektiert, ist die inhaltliche Quelle. Collageartige Implantate, zarte Farbigkeit und die Fragilität des Papiers unterstützen den Ausdruck ihrer Bildsprache.

Das prinzipiell Durchgängige im Oeuvre von Klaus Reincke ist die Auseinandersetzung mit dem Thema der menschlichen Figur. Seine Arbeiten beeindrucken durch eine skulpturale und bildhafte Formbeherrschung und durch eine Qualität jenseits aller Manierismen. Das Raum- und Formempfinden des Künstlers konzentrierte sich im Laufe der Entwicklung immer mehr auf das Zeichen- und Ausschnitthafte seiner Figurationen. Dabei ist es im Besonderen das Material Eisen, das Reincke fasziniert. Das für ihn charakteristische Formenvokabular hat der Künstler im Wechselspiel von Beobachtungs- und Gestaltungsprozessen und immer auch in Verbindung mit seinen Papierarbeiten erprobt und entwickelt. Im Verlauf der Arbeitsprozesse durchliefen seine Skulpturen stete Wandlungen und fortwährende Metamorphosen, die bis an die Grenze der Identität des menschlichen Körpers gingen. Vieles, was er dort erprobt, vor allem auch Zufälliges, das sich aus dem spontanen Malakt ergibt, inspiriert die bildhauerische Arbeit. Dass die Zeichnungen und die Druckgrafik dem skulpturalen Werk in nichts nachstehen, das mag daran liegen, dass es sich eben nicht um Entwurfzeichnungen handelt und Klaus Reincke diesen Teil seiner Arbeit ebenso ernst nimmt, ebenso kraftvoll betreibt wie die Bildhauerei.
(Textauszüge André Lindhorst, Leiter de
r Kunsthalle Osbnabrück)

Inge Schmidt, bereits über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt, besticht erneut durch Ihre technisch und formal brillanten erotischen Zeichnungen und Aquarelle. Teils diffus, oft nur mit wenigen Linien und Farbflecken angedeutet, formt sich der geschwungene weibliche Körper allmählich zu einem Ganzen und lässt die Phantasie des Betrachters schweifen.

Helmut Anton Zirkelbach ist vor allem Radierer, der sich in seinen Arbeiten mit den materialen Gegebenheiten der Druckplatte und auch des Druckvorgangs beschäftigt. Diese Auseinander-setzung schließt ein, dass er die Platten zerschneidet und biegt, sie der Witterung aussetzt und die so erzeugten haptischen Anmutungen zu Reliefdrucken nutzt. Seine Experimentierfreudigkeit im Umgang mit den Voraussetzungen, die Material und Werkzeug anbieten, geht einher mit strenger Disziplin, wenn er etwa mit dem Skalpell die Druckplatte ritzt, die Zinkplatte über einen Kiesweg schleift, Löcher hinein hackt oder mit der Zange die Kanten nach hinten biegt. Dieser nur scheinbar spielerische Umgang mit dem Material verbindet auf sehr individuelle Weise Abstraktes mit bildhaften Vorstellungen.

Ellen Mäder-Gutz ist eine Künstlerin, die mit großer Neugierde und souveränem Können vorhandene Bilder neu erfindet und gleichzeitig unbekannte Bildwelten entdeckt. Der Umgang mit dem Menschenbild ist für sie heute nicht mehr von der Tradition einer existentiellen Schwere, sondern von einer wie selbstverständlich wirkenden Gelassenheit, wie von der ironisch-frechen Begegnung mit Folgen, einem Fries mit höchst differenziert bemalten Busenpaaren geprägt. Die Installation als gemischte Reihe an der Wand betont das Serielle und Anonyme, gleichzeitig behauptet jedes Teil aber durch Glasur-und Oberflächenbemalung eine hohe Eigenständigkeit. Im Vordergrund steht die Idee, ein überstrapaziertes Motiv neu wahrnehmbar zu machen - auf einer gedanklich wie auf einer sinnlichen Darstellungsebene. Das gleiche Konzept ist auf einer Serie von Allugraphien zu sehen, die den Titel Begegnung mit Folgen II trägt. Lustvoll gleitet der Blick – nur der männliche? – über diese Kabinettstücke hinweg. Erst langsam wird sichtbar, dass hier Klassiker aus der Geschichte des weiblichen Aktes in einer sehr individuell pointierten Weise versammelt sind. Die alten Meister Aurbey Beardlsy, Felcien Rops, die Comic-Zeichner und die Soft-Porno-Spezialisten sind in dieser Serie mit ihren tradierten Darstellungsmustern präsent, aber werden von Ellen Mäder-Gutz in eine unendliche Leichtigkeit des Seins überführt.

 


DIGITALE - NATURALISTISCHE WELTEN

5.Ausstellung vom 02.07. bis 10.08.2004

Am Freitag, dem 2.Juli 2004 um 19.00 Uhr eröffnet die Galerie Friendly Society, Gipsstr.23, 10119 Berlin ihre 5.Themenausstellung Digitale - Naturalistische Welten zu der wir Euch und Eure Freunde ganz herzlich einladen möchten.

Präsentiert werden Arbeiten der Künstler:

Hans Joachim Billib  (Arbeiten auf Leinwand)
Wolfgang Schultheiß  (Piezo-Pigmentprints auf Bütten oder Aludibond)

Die Galerie Friendly Society präsentiert in ihrer fünften Themenausstellung Arbeiten zweier Künstler, die sowohl von der Technik als auch von der Idee und Umsetzung sehr unterschiedlich vorgehen.

Wolfgang Schultheiß lässt seine Bilder am Bildschirm entstehen. Vorlagen, eigene Zeichnungen, fotografisches Material verwandelt, bearbeitet, collagiert er in langwierigen Schritten. Am Anfang gibt es keine konkrete Vorstellung, kein fertiges “Bild“, auf das er hinarbeitet. Rein intuitiv lässt er sich leiten. Mittels einer digitalen Metamorphose des Ausgangsmaterials nähert er sich einem oder manchmal auch mehreren Endzuständen. Und hier liegt unweigerlich das Besondere an diesem Medium, der Unterschied zu abstrakter Malerei. Kein Schritt geht verloren, neue Wege werden experimentierfreudig erkundet, ohne dabei etwas endgültig eliminieren zu müssen. Formen, Strukturen, Farben nähern sich mit höchster Präzision der eigenen Imagination. So abstrakt, teils auch kühl und berechnend die Arbeiten zu wirken scheinen, sprechen sie uns an, sind sie geladen von Emotionen, persönlichen Erinnerungen, Vorstellungen und Gedanken.                     Wolfgang Schultheiß wurde 1957 in Sonneberg, Thüringen geboren, studierte von 1977 bis 1982 an der Hochschule für Kunst und Design in Halle. 1982 erhielt er seinen Abschluss als Diplomdesigner. Seit 2000 ist er als freier Grafiker und Grafikdesigner in Berlin tätig. In der Galerie Friendly Society werden seine  digitalen Arbeiten, die ersten entstanden im Jahre 2000, zum zweiten Mal einem breiteren Publikum vorgestellt.

Hans Joachim Billib lässt seine Bilder auf Leinwand und Papier entstehen. Sein Interesse gilt der sichtbaren Wirklichkeit: Landschaften, Stadtansichten, Stilleben. Technisch brillant, fast altmeisterlich fängt er die Natur, seine Umgebung mit Ölfarbe ein. Trotz des sich ständig wandelnden Lichtes, der Veränderungen von Farben und Schatten, suggeriert uns Billib nur einen Moment der Ruhe, einen Ausschnitt des Anhaltens. Dabei geht es weniger um die Darstellung der Stimmung eigener Gefühle und Gedanken, noch um Abstraktion von Wahrnehmungen, als vielmehr um die Erkundung der Natur und Umwelt, ihrer Eigenschaften, Wesenszüge und Korrespondenzen zueinander. Die Intensität der Beobachtung und die Genauigkeit der Malerei verleihen nicht selten der auf diese Weise gesehenen Landschaft etwas Surreales.
So sehr sich die Arbeiten von Wolfgang Schultheiß und Hans Joachim Billib technisch und formal auch unterscheiden mögen, nähern sie sich dem Betrachter in gleicher, oft unerklärlicher Weise: als vertraute, in Stimmungen getauchte Landschaften, als abstrakt digitale oder naturalistische Welten.
                                                                                            Hans Joachim Billib wurde 1954 in Berlin geboren, studierte von 1973 bis 1979 an der Universität der Künste Berlin. 1978 wurde er Meisterschüler bei Prof. Klaus Fußmann. Billib lebt und arbeitet in Berlin. Seit 1977 hat er zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland, u.a. in Assen, Bad Zwischenahn, Berlin, Borkum, Darmstadt, Essen, Gießen, Glückstadt, Gundelsby, Hannover, Hamburg, Iserlohn, Köln, Krefeld, Münster, Paris, Rietberg, Schleswig.

 


ABSTRAKTIONEN IN SCHWARZ-WEIß

4.Ausstellung vom 14.05.2004 bis 13.06.2004

Präsentiert werden Arbeiten von Massimo Casagrande, Christian Heinrich, Klaus Neuper, Detlef Olschewski, Klaus Reincke

Die Galerie Friendly Society präsentiert in ihrer 4. Themenausstellung fünf bereits etablierte Bildende Künstler, die in unterschiedlichen Techniken auf Leinwand, Holz und Papier, Schwarz und/oder Weiß abstrakt umsetzen. In deren Gesamtoeuvre nehmen diese Arbeiten meist nur einen kleinen Platz ein. Sie entstanden oft in sehr kurzzeitig andauernden Phasen, zum einen als Ausdruck absoluter Abstraktion, als Vorskizze für ein größeres Projekt oder als formale Verein-fachung, Konzentration und Reduktion.
Schwarz und Weiß stehen als nicht-bunte Farben für das Absolute und können daher sowohl die Fülle des Lebens wie den totalen Mangel daran ausdrücken. Beide Farben haben eine Sonderstellung unter allen übrigen Farben. Das Weiß steht oft für die Farbe des Lichtes, der Reinheit und der Vollkommenheit. Schwarz erscheint meist unter dem Aspekt des Undifferenzierten, Abgründigen, zur Bezeichnung der Dunkelheit, des Urchaos, des Todes. So ist es nicht verwunderlich, dass auch der Bildende Künstler ihnen eine besondere Bedeutung beimisst, sie wohl überlegt einsetzt, platziert und dabei für ihn immer wieder eine spannende Herausforderung darstellen.

Massimo Casagrande, zweifellos einer der wenigen erfolgreichen abstrakten Maler aus dem Veneto, präsentiert seine Arbeiten nun zum zweiten Mal in der Galerie Friendly Society. Seine Bilder evozieren Vorstellungen, wie wir sie von antiken Fresken her kennen oder erinnern an weit zurück liegende Graffiti, an Spuren und Zeichen in Höhlen und antiken Grotten. Wir haben es mit einer künstlerischen Technik zu tun, die darauf abzielt, den Faktor Zeit zu eliminieren. Die Zeichen ihres Wirkens sind Flecken auf den Mauern, Schimmel, Korrosion, die saurer Regen auf Marmor hinterlässt. All das, was wir heute verachten, weil es ästhetisch nicht schön ist, all das erscheint in den Werken von Casagrande. Wir sehen nicht das Hässliche, wir sehen, wie die Zeit dahingeht.

Christian Heinrichs Collagen wirken nur auf den ersten flüchtigen Blick zweidimensional; beim näheren Herantreten entfaltet sich ihre Räumlichkeit, die Bewegung ihrer Oberfläche. Auf Bütten, Leinwand oder Holz werden viele Lagen verschiedenartiger Papiere aufgebracht, die sich in Stärke, Materialeigenschaft, Dichtigkeit und Oberflächenkonsistenz unterscheiden. Diese meist aus dem Ausland bezogenen, hand gefertigten Papiere, die Spuren ihrer Rohstoffe und Bearbeitung tragen, werden auf vielfältige Weise behandelt, ehe Heinrich sie auf den Bildträger aufbringt. Schicht für Schicht wachsen Papierlagen aus dem Bildgrund hervor. So entsteht neben der räumlichen Dimension eine Oberflächenstruktur, die einen Akt der Verkrustung, Erstarrung, Vernarbung assoziiert. Die hier gezeigten Arbeiten verzichten auf jegliche Assoziationen. Die geometrischen Flächen sind auf Schwarz- oder Weißnuancen reduziert, wirken konkret, für Heinrich eher ungewöhnlich.

Begegnet man Klaus Neuper, so begegnet man einem Künstler, bei dem von der ersten Sekunde an eine starke sinnliche Auseinandersetzung und ein unbändiger Wille nach Umsetzung erfahrener Wirklichkeit in erlebte künstlerische Aktivität zu verspüren ist. Andersherum erschließen sich Klaus Neupers Bilder dem Betrachter in nahezu erzählerischer Weise: Sie beschreiben in klaren Farben, einfachen geritzten Zeichen und rauhen, narbigen Strukturen die Natur, ihre Stimmungen, ihre Phänomene, ihre Urelemente: den Himmel und das Meer, Licht und Sonne, Dunkelheit und Schatten. Sie erzählen von ihrer Schönheit und Sensibilität, ihrer Verletzlichkeit, bis hin zu ihrer Zerstörung und Zersiedelung durch den Menschen, der seine Spuren über Jahrtausende in ihr hinterlassen hat. Immer aber spiegeln seine Bilder die Auseinandersetzung eines Menschen mit der Natur wider, und man entziffert nach und nach die spezifische Sicht der Welt eines Mannes, der es gelernt hat, verarbeitete Wirklichkeit und geistige Auseinandersetzung mit der Gegenwart in seinen Bildern in einzigartiger Weise zum Ausdruck zu bringen.

Detlef Olschewski, dessen Graphiken bereits zur Eröffnung der Galerie Friendly Society präsentiert wurden, zeigt zum einen Mischtechniken auf Holz. Diesen Holzplatten ist bei näherer Betrachtung anzusehen, dass sie bereits als Druckplatten für Holzschnitte gedient haben. Doch durch die Kombination mit unterschiedlichen Techniken verändern diese ihren ursprünglichen Charakter und gelangen zu neuer, expressiverer Qualität.
Zum anderen werden anlässlich der Themenausstellung neue Radierungen vorgestellt, die ausnahmslos auf tonigem Papier gedruckt wurden - natürlich in Schwarz und Weiß. Die Gemeinsamkeit dieser Drucke ist eine starke Struktur, die durch Kaltnadellinien kontrastiert wird.

Klaus Reincke, der, bevor er sich für die Bildhauerei entschied, lange Zeit auf dem Gebiet der Graphik und Malerei tätig war, zeigt in dieser Ausstellung einige seiner kürzlich entstandenen so genannten “Formulierungen“. Dabei handelt es sich weniger um Zeichnungen im klassischen Sinn als um Skizzen, um das Zusammensetzen von Zeichen. Klaus Reincke plant nicht im Voraus, vielmehr zeichnet er so lange, bis sich etwas Zufälliges oder Sinnfälliges herauskristallisiert. Der Künstler arbeitet in Graphit, Kohle, benutzt aber auch Beize, Altöl und Druckfarben. Die Themen seiner “Formulierungen“ bewegen sich hauptsächlich im abstrakten Bereich. Dabei ist der wesentliche Schritt im Schaffensprozess die Vereinfachung und Reduktion der Formen. Neben seinen Zeichnungen und Monotypien, die sich durch eine besonders interessante und aufwendige Oberflächengestaltung auszeichnen, wird die Ausstellung auch noch von 4 plastischen Arbeiten des Bildhauers Reincke bereichert. Hier beschäftigt sich der Künstler intensiv mit Formstrukturen, Gewichts- und Massenverteilung: Körperlichkeit erscheint in reduzierter Grundform.

 


KUNST IM QUADRAT

3.Ausstellung vom 12.03.2004 bis 11.05.2004

Die Galerie Friendly Society beschäftigt sich in ihrer 3. Themenausstellung mit dem Ausdruck, der Wirkung und Symbolik des Quadrats. Zum Thema „Kunst im Quadrat“ wurden 5 europäische Künstler geladen, Arbeiten aus ihrem Fundus zu präsentieren oder angeregt explizit für diese Ausstellung Bilder und Objekte anzufertigen. So unterschiedlich die Techniken der einzelnen Künstler/Innen und deren Wahl der Materialien und Formgebungen auch sind, verbindet die Arbeiten der gemeinsame Ausgangspunkt: die harmonische Proportion des symbolträchtigen Quadrats. Wie kleine Mosaiksteine korrespondieren die auf den Wänden relativ dicht gehängten, quadratischen Bilder, deren Außenformate nicht größer als 40x40cm sind. Sie fügen sich aneinander, nehmen sich verhalten zurück oder wollen sich befreien und bestreiten vehement ihren Platz. Bewusst wurde darauf Wert gelegt, die Arbeiten aus ihrer gewohnten Isolation zu lösen, sie in eine Art Gesamtkunstwerk einzubinden und dementsprechend zu präsentieren. Dadurch nimmt der Betrachter unmittelbar auf direkte Weise nicht nur die „Handschrift“ des jeweiligen Künstlers bewusst wahr, sondern zusätzlich auch noch die Wirkung einer vielschichtigen Palette unterschiedlicher Farben, Formen und Strukturen, ein kaleidoskopisches Raum- und Farbklangerlebnis.

Präsentiert werden Arbeiten von Katharina Bach, Boris Born, Massimo Casagrande, Christian Heinrich, Irene Suhr.

Die Berliner Künstlerin Katharina Bach, unbekümmert um den Zeitgeist, ist eine neugierige Sammlerin. Ausgediente Fundstücke unterschiedlicher Materialien, deren Geschichte noch ablesbar ist, werden in ihren Händen zu neuem Leben erweckt, bearbeitet, verändert, bewusst als Störfaktor, oft ihrer ursprünglichen Bedeutung entledigt, in Szene gesetzt und integriert. Katharina Bachs Malerei, ihre Objekte, das ist kein abbildhaftes Erfassen von Realität, das sind in spielerischer Bewegung angehaltene, kunstvoll umgesetzte Formen fließender Wahrnehmung sehr bewusster Art.

Boris Born, seit einigen Jahren als freischaffender Künstler erfolgreich in London tätig, bezeichnet sich als abstrakten Maler, der für seine Arbeiten fast ausschließlich “handgefertigte“, gefundene Pigmente wählt und auf ungewöhnlichen Bildträgern malt und collagiert. Seine Pigmente beinhalten u.a. Teeblätter, Sand verschiedener Küstenstrände, Rost und Asche. Als Bildträger sucht Boris Born oft bereits benutzte Materialien, die, wie er sagt, noch eine eigene “Personalität“ besitzen und meist Spuren der Zeit aufweisen. Diese oft “unattraktiven“ Träger, wie Teppichfliesen, Filz, Dachschiefer und bedruckte Tapeten versucht er durch Übermalungen zu neuem Leben zu erwecken und durch abstrakte Formen, Flächen und Strukturen spannungsreich, expressiv neu zu definieren.

Der in Italien lebende und arbeitende Künstler Massimo Casagrande, zweifellos einer der wenigen erfolgreichen abstrakten Maler aus dem Veneto, präsentiert seine Arbeiten zum ersten Mal in Berlin. Bilder auf Leinwand, Holz oder Papier evozieren Vorstellungen, wie wir sie nur von antiken Fresken her kennen oder erinnern an weit zurück liegende Graffiti, an Spuren und Zeichen in Höhlen und antiken Grotten. Wir haben es mit einer künstlerischen Technik zu tun, die darauf abzielt, den Faktor Zeit zu eliminieren. Die Zeichen ihres Wirkens sind Flecken auf den Mauern, Schimmel, Korrosion, die saurer Regen auf Marmor hinterlässt. All das, was wir heute verachten, weil es ästhetisch nicht schön ist, all das erscheint in den Werken von Casagrande. Wir sehen nicht das Hässliche, wir sehen, wie die Zeit dahingeht. Seine chromatisch bestimmte Palette bevorzugt venezianisches Kolorit: Farben von verbrannter Erde, orange, rot, ocker und weiß.

Christian Heinrich als freischaffender Künstler in Berlin und zeitweise in Kapstadt tätig, ist inzwischen ein Meister der Collagetechnik. Seine Bilder wirken nur auf den ersten flüchtigen Blick zweidimensional; beim näheren Herantreten entfaltet sich ihre Räumlichkeit, die Bewegung ihrer Oberfläche. Auf Bütten, Leinwand oder Holz werden viele Lagen verschiedenartiger Papiere aufgebracht, die sich in Stärke, Materialeigenschaft, Dichtigkeit und Oberflächenkonsistenz unterscheiden. Diese meist aus dem Ausland bezogenen, handgefertigten Papiere, die Spuren ihrer Rohstoffe und Bearbeitung tragen, werden auf vielfältige Weise behandelt, ehe Heinrich sie auf den Bildträger aufbringt. Sie werden getränkt, geölt, in Leim getaucht, unterschiedlichen Trocknungsprozessen unterworfen, gerissen, geknautscht, angebrannt. Schicht für Schicht wachsen schollen- oder inselartige Papierlagen aus dem Bildgrund hervor. So entsteht neben der räumlichen Dimension eine Oberflächenstruktur, die einen Akt der Verkrustung, Erstarrung, Vernarbung assoziiert.

Blüten sind der dominante Bezugspunkt der Berliner Künstlerin Irene Suhr. Mit ihnen schweben wir an Fallschirmen hoch über der Landschaft Rost. Sie definieren und beherrschen das Blickfeld, den Erlebnisraum. Fruchtbarkeitskeime, die auf eine wartende Erde herabsinken. Schon diese Raumstaffelung spannt die Perspektive, sie kann sich nicht fixieren, muss beweglich sein, obschon die Bilder so gar keinen beweglichen Gegenstand zeigen. Suhr dämpft, zähmt ihre wuchernden Blüten gleichsam durch einen sinnlichen Kontrapunkt, der sie aus der bloßen Symbolik und Repräsentanz befreit, ihnen die eigene Identität und vitale Rolle auf diesen Bildern verleiht. Rost: Verfall; Blüten: Wachstum – wie ein eingespieltes Paar empfangen sie ihre Identität erst vom Gegenüber.

 


ABOUT MAN

2.Ausstellung vom 15.01.2004 bis 09.03.2004

Präsentiert werden Arbeiten von Bea Schubert, Guntram Gudowius, Boy George, Frank Burkhard, Inge H. Schmidt und  Jost Pieper.

Die Galerie Friendly Society stellt in ihrer 2. Themenausstellung sechs europäische Künstler und Künstlerinnen vor, die aus verschiedenen Perspektiven und mit unterschiedlichen Materialien den männlichen Körper und dessen “ ästhetisches Knistern “ nackt, verhüllt, verspielt und provokant in Szene setzen. Der Mann, vielfältig als Objekt der Begierde dargestellt, steht hier im Mittelpunkt, im Dialog mit Farb- und Wortspielen, inmitten der Natur oder im Zentrum abstrakter Raumkonstellationen. So unterschiedlich auch die Interpretationen und Techniken der einzelnen Künstler und Künstlerinnen auf den ersten Blick erscheinen, sie haben eines gemein. Der männliche Körper wird nicht nur auf seine spezifischen Attribute reduziert, sondern befindet sich in Korrespondenz mit seinem Umfeld.

Erstmalig in Deutschland werden im Rahmen einer Ausstellung die Ende letzten Jahres entstandenen Materialcollagen auf Textilien des “ lebenden Kunstwerks “, Boy George gezeigt. Inspiriert durch sein Musical “ Taboo “, das zur Zeit in New York am Broadway gastiert, entstanden seine vorwiegend provokanten, wie er selbst betitelt: "Surreptitious Gay Icons".

Frank Burkhard, seit Jahren erfolgreich als Mode- und Werbefotograf tätig, gibt uns in der Reihe Pleximan I-VI Rätsel auf. Obgleich wir diese Szene schon des öfteren wahrgenommen haben oder selbst spielten, erscheint sie uns fotografisch umgesetzt als irreal, fast fantastisch. Wer verbirgt sich hinter “ Plexi “?

In den Bildern des Fotografen Guntram Gudowius tauchen wir ab, spüren wir regelrecht die Situation, die Atmosphäre. Gudowius erhascht nicht nur einen Moment, sondern vielmehr eine Art Bewegung, öffnet uns einen meist ungewohnten Blickwinkel, erweitert unsere Betrachtungsweise, in dem er - ästhetisch komponiert - Ausschnitte wählt, Bildkompositionen fixiert, die uns durchaus an abstrakte Bilder oder futuristisch anmutende Landschaften erinnern.

Jost Pieper betrachtet kunstvoll und ironisch den “ Urkeim “ eines jeden Mannes: das Spermium in allen Lebenslagen, aktiv, passiv, nackt oder verkleidet. Der Betrachter kommt nicht um ein Lächeln herum.

Inge H. Schmidt, bereits über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt, besticht erneut durch Ihre technisch und formal brillanten erotischen Zeichnungen und Aquarelle. Teils diffus, oft nur mit wenigen Linien und Farbflecken angedeutet, formt sich der vibrierende männliche Körper allmählich zu einem Ganzen und lässt die Phantasie des Betrachters schweifen.

Die Aktbilder der auf Mallorca lebenden Künstlerin Bea Schubert drücken auf eindrucksvolle Weise die Spannung des erotischen Moments und der Leidenschaft aus. Die teils aggressive Umsetzung nervöser Linien und Farbschichtungen, das Anbrennen von Papierkanten wird meist durch die mediterran gehaltenen Farben, den Sand- und Ockertönen behutsam gedämpft.

 


2003


Zur Eröffnung der Friendly Society in der Gipsstraße 23: ABSTRAKTE SPUREN

1.Ausstellung vom 23.10.2003 bis 09.01.2004

 

 

Präsentiert werden Arbeiten von Katharina Bach, Christian Heinrich und Detlef Olschewski.

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