Christian Heinrich

 

► Bildergalerie

 

1957 in Berlin geboren
1977-1979           Studium an der Freien Universität Berlin, Kunstgeschichte, Archäologie, Publizistik
1979-1985 Studium an der Universität der Künste Berlin
1983 Die Hamletmaschine von Heiner Müller, Interdisziplinäres Projekt der Werkstatt Spiel und Bühne, Studenten des Theaterwissenschaftlichen Instituts der Freien Universität Berlin und Studenten der Universität der Künste Berlin, Fernsehn - der tägliche Ekel (aus: Die Hamletmaschine von HeinerMüller), Video/Multimedia Performance am Fachbereich 6 der Universität der Künste Berlin
1986 Meisterschüler bei Prof. Herbert Kaufmann
1988 Die Metamorphose des Ikarus, Wandbild im Topas Kino, Berlin-Spandau
1988-1990 Spielen mit Herzstück, Spielen mit Nachtstück, in Zusammenarbeit mit Heiner Müller und Prof. Herta Schönewolf, Universität der Künste Berlin
1988-1991 Dozent für Bühnengestaltung, Bühnentechnik und Figurenspiel, Werkstatt Spiel und Bühne, Fachbereich 6, Universität der Künste Berlin
1989-1991 Atelierstipendium der Karl-Hofer-Gesellschaft Berlin
1992-1994 Auf dem Weg zu Kafkas Schloss und 80 Jahre Charlottenburger Opernhaus, Konzeption und Gestaltung der Ausstellungen (mit Johanna Eggert), Deutsche Oper Berlin
2002/2003         Studien- und Arbeitsaufenthalt in Kapstadt, Südafrika
2003 Lehrtätigkeit an der Ruth Prowse Art School, Kapstadt, Südafrika
2006/2008        Studien- und Arbeitsaufenthalt in Südafrika
2009/2011 Arbeitsaufenthalt in Kapstadt
2013 Studien-/Arbeistaufenthalt in New York
2015/16 Studienreise nach Griechenland
2017 Studien-/Arbeitsaufenthalt in Kapstadt/Südafrika
seit 2003 Copartner der Friendly Society, Berlin
  lebt und arbeitet in Berlin-Mitte

 

  Einzelausstellungen (Auswahl)
   
2015Wandlungen - Arbeiten auf Papier, Art Galerie Siegen, Siegen
2011                    Hinterm Horizont, Galerie Ines Schulz, Dresden
2009                 Ölcollagen (mit Heike Endemann) Galerie Meier, Berlin
Begegnung (mit Konstanze Feindt Eißner), Galerie Ines Schulz, Dresden
Im Fluss der Wahrnehmungen, Galerie Am Alten Garten, Siegen
2008                  Christian Heinrich, Stationen der Collage 1980-2007, Oberlandesgericht Dresden (Ständehaus), Dresden
Zeit - Licht - Raum (mit Peter Möbus), Galerie Artforum, Hannover
2007 Schichtungen, Galerie VOGTart, Bad Dürkheim
2006 Maison de la Culture de Sochaux, Hôtel de Ville (Mals-Kunstverein), Sochaux, Frankreich
Christian Heinrich - Horizonte, Galerie Ines Schulz, Dresden
2005 Horizonte, Galerie Am Alten Garten, Siegen
Segment und Harmonie (mit Wolf Bröll), Atrium der Berliner Bank, Zentralbank, Berlin
Ölcollagen, Galerie Meier, Freiburg
Ölcollagen, Zeichnungen und Skulpturen (mit Klaus Reincke), Galerie Ruhnke, Potsdam
Horizonte, Galerie Sievi, Berlin
2004 Poesie der Strukturen, Museum „Villa Irmgard“, Seebad Heringsdorf, Insel Usedom
Galerie Meier, Freiburg
African Dialogue, Kunstverein Kehdingen, Freiburg an der Elbe
Galerie Casa Grande, Bassano del Grappa, Italien
2003 African Dialogue, Verband Deutscher Unternehmer im südlichen Afrika, Kapstadt, Südafrika
African Dialogue, Goethe Institut, Kapstadt, Südafrika
Ölcollagen, Galerie Bengelsträter, Iserlohn
Galerie Payer, Leoben, Österreich
Artenvielfalt Kulturmanagement, München
Afrika – Berlin, Galerie Thea Fischer-Reinhardt, Berlin
2002 Africa, Galerie Thea Fischer-Reinhardt, Berlin
Goethe Institut, Kapstadt, Südafrika
Bilder, Gewerke Galerie, Artenvielfalt, München
Cape Light, Galerie Sievi, Berlin
Mensch und Welt (mit Erwin Pleines), Galerie Fischer Am Zauberberg, Frankfurt/Kelkheim
Impressionen Türkischer Strukturen, Türkisches Haus (Kulturzentrum), Berlin
2001 Neue Bilder, Galerie Thea Fischer-Reinhardt, Berlin
Art Galerie Christa Riedel, Deidesheim
Reflexionen im Raum, Galerie Am Alten Garten, Siegen
Christian Heinrich – Berlin, Galerie auf 87 qm, Schorndorf
2000 Galerie Christa Riedel, Frankenthal
Natur – Körper – Räume, Galerie Stübler, Hannover
Natur – Körper – Räume, Galerie Werkstatt, Vals, Schweiz, Katalog
1999 Sequenzen aus Südwest, Galerie Sievi, Berlin
Öl-Collagen, Art Galerie Christa Riedel, Deidesheim
Ölcollagen auf Bütten und Leinwand, Galerie Gruber, Krems, Österreich
Stiftung Burg Kniphausen, Wilhelmshaven
1998 Zeit des Aufbruchs, Galerie Am Alten Garten, Siegen
Öl-Collagen 1987-1998, Galerie Leismann, St.Ingbert
Zeit des Aufbruchs, Galerie Dorow im Kunsthof, Berlin
1997 Werke von 1995-1997, Galerie Christa Riedel, Frankenthal
Bilder, Galerie am Domplatz, Münster
1996 Ölcollagen 1994-1996, Galerie Sievi, Berlin
Die verlorene Sprache der Zeit (Bilder aus Berlin II), Galerie Stübler, Hannover
1995 Öl auf Leinwand – Öl auf Papier, Galerie Raphael, Frankfurt/Main
Dialog mit einem zeitlosen Mythos, Galerie Am Alten Garten, Siegen
Transparenz, Galerie Aufzeit, Berlin
1994 Collagen, Türkisches Kulturzentrum, Berlin
1993 Collagen – Décollagen, Galerie Sievi, Berlin
Grosse gildewART GALERIE (Galerie Reincke), Osnabrück
Collagen, Galerie E.C.A. France, Paris
1992 Zwischen Malerei und Collage, Galerie Stübler, Hannover
1991 Bilder, Galerie Moderne, Bad Zwischenahn
Klangcollagen, Galerie Christof Weber, Berlin
1990 Galerie Christof Weber, Berlin
Kunstverein Versmold, Rathaus Versmold
1989 Bilder, Wallstraßengalerie, Mönchengladbach
1988 Spurenfelder, Galerie In Fonte, Berlin
Galerie Via Lattea, Arnheim, Niederlande
Bilder, Collagen, Galerie Stolànovà , Wiesbaden
Bilder und Objekte, galerie Bürgerhaus, Kunstverein Schwabach, Schwabach
1987 100° ART, grossegildewART GALERIE (Galerie Reincke), Osnabrück

 

  Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)
   
2016 Druckgrafiken und Zeichnungen, Galerie Friendly Society, Berlin
Meine ausgewanderten Augen - My emigrant Eyes (mit Wieland Richter), Galerie Friendly Society, Berlin
Highlights 2015, Galerie Friendly Society, Berlin
2015Unbewohnt, Kommunale Galerie im Historischen Keller, Berlin-Spandau
Zeitgenössische Kunst zur Bibel, Ev.ref.Petrigemeinde Minden, Katalog
Abstrakte Kunst auf Papier, Galerie Friendly Society, Berlin
Sommerbilder, Galerie Friendly Society, Berlin
Wasser, St. Johanniskirche, Ev. Kirchengemeinde Herford
Zeitgenössische Kunst zur Bibel, Akademie Franz Hitze Haus, Münster, Katalog
25 Jahre Galerie Sievi, Galerie Sievi, Berlin
Highlights 2014, Galerie Friendly Society, Berlin
2014Das gleiche Format, Galerie Friendly Society, Berlin
Monochrom, Galerie Friendly Society, Berlin
GRÜN...GRÜN...GRÜN, Galerie Friendly Society, Berlin
Highlights 2013, Galerie Friendly Society, Berlin
2013 East Berlin, Film, Fashion, Art, Fotography – Fifty Years later, The National Arts Club, New York Manhattan, USA
Rahmen, Kunst, Interieur, Galerie Friendly Society, Berlin
Highlights 2012, Galerie Friendly Society, Berlin
Silber, Galerie Friendly Society, Berlin
2012 Zeitgenössische Kunst zur Bibel, St. Johanniskirche und Münsterkirche Herford – Neuer Markt Herford, Katalog
100 Year Anniversary of Collage Art, Ontological Museum, Pagosa Springs, Colorado, USA
Literatur und Musik in der Bildenden Kunst, Galerie Friendly Society, Berlin
Künstler der Galerie, Galerie Ines Schulz, Dresden
Der Nikolaus war fleißig Teil 5, Galerie Friendly Society, Berlin
Darf ich zum Tanz bitten?, Galerie Friendly Society, Berlin
2011                    Der Nikolaus war fleißig Teil 4, Galerie Friendly Society, Berlin
Gold, Galerie Friendly Society, Berlin
Arbeiten auf Papier, Galerie Ines Schulz, Dresden
Kleine Edelsteine - Bilder & Skulpturen, Galerie Friendly Society, Berlin
2010                 Arbeiten 2010, Galerie Ruhnke, Potsdam
Kreuzweg Passion und Leidenschaft, Schlosskirche Bad Dürkheim, Bad Dürkheim
Roots - The Spirit of South Africa, Galerie Friendly Society, Berlin
20 Jahre Galerie Sievi – Zeitzeugen der Kunst in Berlin Kreuzberg, Galerie Sievi, Berlin
Künstler der Galerie, Galerie Ines Schulz, Dresden
Der Nikolaus war fleißig Teil 3, Galerie Friendly Society, Berlin
2009 Leicht und unbeschwert, im schönen Schein, Galerie Bengelsträter, Iserlohn
Drei Farben Gold, Galerie VOGTart, Bad Dürkheim
Der Nikolaus war fleißig Teil 2, Galerie Friendly Society, Berlin
2008 Künstler der Galerie, Galerie Ines Schulz, Dresden
Der Nikolaus war fleißig Teil 1, Galerie Friendly Society, Berlin
2007 Die Welt auf der Orange, Galerie Mutter Fourage, Berlin
Farbige Träume, Galerie Friendly Society, Berlin
Künstler der Galerie, Galerie Ines Schulz, Dresden
Künstler der Galerie, Galerie Ruhnke, Potsdam
Tendenzen der Collage, Galerie Friendly Society, Berlin
2006 Künstler der Galerie, Galerie Ines Schulz, Dresden
Der Geist weht, Internationales Forum Unter den Linden, Berlin
Digital Prints, Galerie Friendly Society, Berlin
Heimat - so nah - so fern, Galerie Ruhnke, Potsdam
2005 10 Jahre Galerie Bengelsträter, Galerie Bengelsträter, Iserlohn
BLAU, Galerie Friendly Society, Berlin
Das ungewöhnliche Format, Galerie Friendly Society, Berlin
Künstler der Galerie, Galerie Am Alten Garten, Siegen
Begegnungen (mit Roger Bonnard, Klaus Neuper), Galerie Ines Schulz, Dresden
Künstler von Artenvielfalt München, Chiesa del Torresino, Cittadella, Italien
2004 Upside down, Tgallery, Marghera, Italien, Katalog
30x30, Galerie Moderne, Bad Zwischenahn
Kunst im Quadrat, Galerie Friendly Society, Berlin
Die Sieben Todsünden, Galerie Casa Grande, Bassano del Grappa, Italien, Katalog
T-Gallery, Marghera, Italien, Katalog
Abstraktionen in Schwarz-Weiß, Galerie Friendly Society, Berlin
Armida culture contemporanee, AT&Co Regionales Zentrum Ems, Hohenems, Österreich, Katalog
IternerArt, Estemporanea di Pittura, Padua, Italien
Afrikazauber, Galerie Friendly Society, Berlin
Three European Artists (mit G.Tompkinson, A. Weinbrenner), YOKOGAWA, Art-Consulting Esberger, Wien, Österreich
2003 Three European Artists (mit Massimo Casagrande, P. Salinas), Galerie Casa Grande, Bassano del Grappa, Italien
Künstler der Gruppe Armida, Cittadella, Italien
Collages - Sculptures (mit Dorsten Diekmann), Galerie De Muelenaere & Lefevere, Oostduinkerke, Belgien
Künstler der Galerie, Galerie Thea Fischer-Reinhardt, Berlin
Abstrakte Spuren, Galerie Friendly Society, Berlin
2002 Künstler der Galerie, Galerie auf 87 qm, Schorndorf
Kunst der Gegenwart auf 5 Etagen, DIS Center, Art-Consulting Esberger, Wien
Landschaftsräume, Galerie Am Alten Garten, Siegen
VIII.Obersteirische Kunsttage, Galerie Payer, Kunsthalle Leoben, Österreich
2001 15 Jahre Galerie Payer, Galerie Payer, Leoben, Österreich
Ursprung Landschaft, Galerie Moderne, Bad Zwischenahn
Künstler der Galerie (mit Georg Brandner), Galerie Gruber, Krems, Österreich
Künstler der Galerie, Galerie Thea Fischer-Reinhardt, Berlin
2000 Künstler der Galerie, Galerie Thea Fischer-Reinhardt, Berlin
VII.Obersteirische Kunsttage, Galerie Payer, Kunsthalle Leoben, Österreich
1999 Principe Collage (mit E. Hückstädt, Heinz Fischer-Roloff, E. Schlotter), Galerie Stübler, Hannover
Nord Süd Dialog, Zeitgenössische Druckgraphiken und Collagen (mit Jörg Immendorf, A.R.Penck, Antoni Tàpies, Josep Vallribera), Galerie Christa Riedel, Frankenthal
Künstler der Galerie, Galerie Am Alten Garten, Siegen
1998 Künstler der Galerie, Galerie Moderne, Bad Zwischenahn
1997 Blickwechsel - Standpunkte, Galerie Christa Riedel, Frankenthal
1996 Face à Face (mit Gérard Anezin), Festspielgalerie Berlin
Künstler der Galerie, Galerie Aufzeit, Berlin
Künstler der Galerie, Galerie Sievi, Berlin
1995-1996 Aribert Reimann - Zeitlose Moderne, Theater der Stadt Gütersloh und Deutsche Oper, Berlin
1995
20 Jahre Galerie Moderne, Galerie Moderne, Bad Zwischenahn, Katalog
1994 Korrespondenzen (mit Horst Antes, Gerhard Altenbourg, Max Ernst, Dieter Finke, Eberhard Schlotter, Emil Schumacher, Max Uhlig), Galerie Stübler, Hannover Grands et Jeunes d`aujourd´hui, Éspace Eiffel-Branly, Paris, Katalog
1994-1995 5+5 unterwegs in Europa, Galerie im Parlament Berlin, Rathaus Köln, Altes Rathaus Potsdam, Rathaus Stuttgart
1993-1996 Europa - Grenzenlos (mit Pia Anderson, Gérard Anezin, Gleb Bogomolov, Cesare Lucchini, Beppe Schiavetta), Berlin, Genf, Paris, Rotterdam, Ruhrgebiet, Katalog
1993 Arbeiten auf Papier (mit Pierre Alechinsky, Anatolyn Belkin, Gleb Bogomolov, Pierre-Marie Brisson, James Coignard, Michael Dresden Arlt, Nina Ivanova, Paul Lemercier, Tang Ping), Galerie Christof Weber, Berlin
Der Traum vom Fliegen, Galerie Moderne, Bad Zwischenahn, Katalog
9 Berliner Künstler, Stiftung Preußische Seehandlung, Berlin
1992 Auf dem Weg zu Kafkas Schloss, Deutsche Oper, Berlin
Zeichnungen und Bilder, Galerie Símera-Signe, Maastricht
1991
Ausschau´91, Obere Galerie im Haus am Lützowplatz, Berlin, Katalog
5 Jahre Galerie Christof Weber (mit A. Belkin, Pierre-M. Brisson, J. Coignard), Galerie Christof Weber, Berlin
Gegenwelten (mit G. Bogomolov, P.-M. Brisson, C. Colombo), Kunstamt Tempelhof Berlin, Katalog
1990 9 Berliner Künstler, Galerie im Parlament, Rathaus Schöneberg, Berlin
Zwei-Takt (Bildende Kunst aus Ost u. West), Ausstellungszentrum am Fernsehturm, Berlin, Katalog
Klingende Kostbarkeiten, Musikinstrumentenmuseum, Berlin
Arbeiten auf Papier (mit Pierre-Marie Brisson, Michael Dresden Arlt, Bernhard J.Keller, Heinz Kiessling), Galerie Christof Weber, Berlin
1989
Aus Anlass des 40jährigen Bestehens des Europarats und der Bundesrepublik Deutschland, L´Église Saint-Matthieu, Colmar und Parlament der Europäischen Union, Strasbourg, Frankreich
Die ersten fünf Jahre, (mit Otmar Alt, C.G.Heitmann, Thomas Perl, Robert Zielasco), grosse gildewART GALERIE, Osnabrück
22 Karl-Hofer-Stipendiaten, Forum der Commerzbank, Berlin, Katalog
1988
Arbeiten auf Papier (mit Hans-G. Assmann, Bernd-Wolf Dettelbach), Galerie Artforum, Hannover
1987 Collage et Décollage (mit Lena Bosch, Reinhold Koehler), Galerie Karin Fesel, Düsseldorf

                  

  Kunstmessen
   
2006/07             ART Innsbruck, ART Karlsruhe
2005 ART Innsbruck, Kunstmesse Köln, ART Karlsruhe, LINEART, Gent
2004 ART Innsbruck, ARTE Padova, Padua, LINEART, Gent
2003 ART Innsbruck, ARTE Padova, Padua, Impulse, Osnabrück, LINEART, Gent
2002 ART Innsbruck, ART Salzburg, ART VIENNA, Wien, Impulse, Osnabrück, LINEART, Gent
2001 ART Innsbruck, ART Salzburg, ART VIENNA, Wien, LINEART, Gent
2000 ART Innsbruck, LINEART, Gent
1999 Kunstmarkt Düsseldorf
1992 ART Hannover
1991 ART Nürnberg
1990 ART Hannover-Herrenhausen
1989 ART Express, Berlin

                                  

                       Sammlungen und Arbeiten in öffentlichem Besitz (Auswahl)
                       
                    Abbott GmbH, Wiesbaden
Aldegrever Gesellschaft, Münster
Amerika-Gedenkbibliothek, Berlin
Anwaltskanzlei Bruno Kübler, Dresden
Art-Consulting A.Esberger, Wien, Österreich
Bankhaus Löbbecke, Berlin
Berlin-Hannoversche Hypothekenbank AG, Berlin,
Berlin-Hannoversche Hypothekenbank AG, Hannover
Brod-Verlag, Wolfsberg, Österreich
Bundesministerium für Landwirtschaft, Bonn
Commerzbank, Zentralbank Berlin
Delbrück & Co Privatbankiers, Berlin
Deutsche Bank, Frankfurt/Main
Deutsche Bank, Münster
Deutsche Bank, Osnabrück
Deutsche Siedlungs- und Rentenbank, Bonn
Dresdner Bank, Hannover
Drukkerij Verstraete Etiketten, Knesselare-Ursel, Belgien
Elektron Berlin, Berlin
Generalkonsulat der Türkei, Berlin
Goethe Institut, Kapstadt, Südafrika
Ilmtalklinik, Pfaffenhofen
Katholische Akademie, Berlin
Kulturhaus Spandau, Berlin
Lotte-Reimers-Stiftung, Deidesheim
Maison de la Culture de Sochaux (Kunstverein), Sochaux, Frankreich
Management Partner, Stuttgart
Management Zentrum St.Gallen (MZSG), Zürich
MTM-Skincare, Hongkong, Beijing, Shanghai, China
MTM-Skincare, Beijing, Shanghai, China
MTM-Skincare, Shanghai, China
Münsterkirche Herford, Kirchenkreis Herford
Norisbank, Zentralbank Nürnberg
Oberkreisdirektion, Hannover
Raiffeisen Centralgenossenschaft, Münster
Rathaus Versmold
Sparkasse Minden-Lübbecke
Staatskanzlei Saarbrücken
Stiftung Burg Kniphausen, Wilhelmshaven
The International Museum of Collage, Assemblage and Construction, Texas, USA
The Ontological Museum, Pagosa Springs, Colorado, USA
Topas Kino, Berlin-Spandau
Touristik Union International, Hannover
YOKOGAWA, Wien, Österreich

 

                           Teilnahme an zahlreichen Benefizauktionen u.a.
   
                         Stiftung KinderHerz Deutschland, Präsentation in “Hotels der oberen Kategorien“, Berlin
  Überleben, Stiftung für Folteropfer, Industrie- und Handelskammer zu Berlin, Berlin
  Lippmann+Rau Stiftung (Projekt für musikalische u. musische Bildung von Kindern und Jugendlichen), Frankfurt am Main
  ARTANFALL, Deutsche Schlaganfall-Hilfe, Deutsche Guggenheim, Berlin
  Kunstauktionen zu Gunsten der Berlin Aids-Hilfe, Berlin

 

 

Christian Heinrich: Wandlungen

Papier ist die stoffliche Basis unseres Wissens und unserer Kreativität. Wir lesen, schreiben, malen und zeichnen auf Papier. Vielleicht wird das Material Papier, das uns tagtäglich umgibt und jederzeit verfügbar ist, eines Tages tatsächlich durch seine digitale Form ersetzt. Wird es uns dann fehlen? Ganz sicher wird es den Künstlern fehlen, die von den Materialeigenschaften inspiriert werden wie Christian Heinrich.
Die Unmittelbarkeit im Umgang mit Papier als künstlerischem Material ermöglicht vielschichti-gere Gestaltungsmöglichkeiten  als die alleinige Nutzung als Malgrund. In der Kunst dient   Papier normalerweise als Untergrund und bleibt damit im Hintergrund, es bildet das notwendige Trägermaterial des Künstlers um auf ihm Kunst entstehen zu lassen. Allerdings offenbaren sich dem  abseitig Suchenden  völlig neue kreative Möglichkeiten, wenn er versucht Kunst aus Papier zu machen. Man kann Papier falten, knicken,  knüllen, zerreißen, zerschneiden, schichten, bekleben, befeuchten, aufrauen, anbrennen oder perforieren. Diese sowohl destruktiven wie konstruktiven Verfahrensweisen führen dennoch alle zu neuen überraschenden Erscheinungsformen des Materials Papier.
Vieles davon hat Christian Heinrich schon ausprobiert seit er 1995 Papier als sein künstlerisches Ausdrucksmittel entdeckte. In einem Laden in New York fand er eine große Auswahl handgeschöpfter Papiere aus aller Herren Länder und aus den außergewöhnlichsten Ausgangsmaterialien wie etwa Elefantendung. Die Erscheinung jedes Papiers ist individuell, die Oberflächenstruktur, die Farbe, die Textur unterscheiden sich und geben jedem dieser Unikate ein eigenes Gepräge. Die Isotropie macht den besonderen Reiz aus, da alle Fasern einer Zufallsausrichtung unterliegen, so entsteht ein ungeordnetes Gemenge, welches auch einen haptischen Reiz entfaltet. Christian Heinrich nutzt all diese Eigenschaften und unterstreicht sie in seinen Bildobjekten. Trotz vielfältiger Verformung und Anordnung bleibt die Struktur und damit Eigenheit des Materials stets erhalten. Die plastischen und transformierenden Möglichkeiten in der Verarbeitung des Materials sind ungleich größer als beim reinen Bemalen. Die reliefhaften Ausbildungen durch Schichtungen, Einreißen, Abreißen, Knautschen oder Aufdrücken, prägen diesen taktilen Teil des  Arbeitsprozesses.
So wird beim Papier aus einer ursprünglich ebenen, zweidimensionalen Fläche durch relativ einfache Aktionen ein dreidimensionales Gebilde. Es entstehen Flächen aus unterschiedlichen Strukturen, die Christian  Heinrich weiter bearbeitet indem er sie  in Öl tränkt oder mit Leim bestreicht um anschließend Farbe aufzutragen, deckend oder lasierend. Eine künstlerische Kaschierung könnte man sagen, doch damit ist der Prozess noch nicht beendet. Die geformten Strukturen werden nun aufgeraut, eingeritzt, geglättet oder abgeschabt. Die Bilder werden zu Palimpsesten in denen der Besucher lesen kann wie der Geologe in einem Schnitt durch die Erdschichten. Vergänglichkeitsprozesse werden nachlesbar. Es entstehen schwer zu entziffernde Mäander, Marmorierungen, feinste Verästelungen oder durchscheinende Strukturen, die den Betrachter neugierig machen und  zu eingehender Betrachtung verführen.
Inhaltlich schwanken die Werke zwischen abstrakter Flächenbearbeitung und assoziierten Landschaften. Blaue Flächen im oberen Bildteil, erdfarbenen im unteren Bereich. So entsteht die Idee eines Blickes in die Landschaft ohne dass man einen bestimmten Ort benennen könnte. Man wird jedoch zugleich auch immer wieder mit dem Material konfrontiert, da Konturen aus dem Wechsel der Oberfläche gebildet werden und die ausgefransten Ränder an die Beschaffenheit des Papieres erinnern. Christian Heinrich besuchte mehrmals Südafrika und den Südwesten Amerikas, deren Lichtverhältnisse und Landschaftsfarben gänzlich verschieden zu den mitteleuropäischen erscheinen. Dieses Farbenspiel wird in einigen Werken Heinrichs aufgegriffen und  seiner plastische Formensprache hinzugefügt.  Er selbst  sieht seine Intention in der Bündelung von Erinnerungen, Eindrücken und Gefühlen um diese atmosphärisch aufzuladen, ohne jedoch zu konkret zu werden. Dem Betrachter bleibt der Spielraum für eigene Assoziationen.
Die Farbe bildet die letzte Schicht im aufwendigen Arbeitsprozess und zugleich den ersten Zugang des Betrachters zum Bild. Christian Heinrich bevorzugt Pastelltöne, Erdtöne und Farbharmonien ohne starke Kontraste, er verwendet die Farbe um das Material zu betonen,  hier steht nicht die Farbe im Vordergrund. Man findet metallische Akzente, die wie Sternenglanz wirken neben schlichten Materialien wie Jute. Der Blick wird hin-und hergerissen zwischen Oberflächen, Strukturen und Farbfeldern. Blockartige, erdverbundene Formen liegen neben Spuren, die sich im Bild verlieren oder federleichten Einsprengseln, hauchdünn und schwerelos. Jede Fläche hat ihre Besonderheit und zusammen bilden sie eine harmonisch durchdachte Komposition. Der Weg zur Abstraktion, so formuliert es Christian Heinrich selbst, befreit von gewohnten Sehstrukturen. Die Formerfindung und die anschließende Behandlung dieser Form im eigenen kreativen Duktus führt zu  einer individuellen Bildsprache, die immer weiter verfeinert wird, könnte man den Gedanken fortführen.
Da weltweit über 3000 Sorten Papier bekannt sind, wird Christian Heinrich hoffentlich weiter Erstaunliches und Unvermutetes aus Papier schaffen und eben nicht nur auf Papier.

Kirsten Schwarz, Kunsthistorikerin am Museum für Gegenwartskunst, Siegen, März 2015

 

 

Christian Heinrich, Jahrgang 1957, studierte Kunstgeschichte, Archäologie und Publizistik, ehe er mit einem Studium an der Hochschule der Künste Berlin die Weichen für die eigene künstlerische Laufbahn stellte. Interdisziplinären Arbeiten zwischen Bildender Kunst und Theater galt sein besonderes Interesse: es gab gemeinsame Projekte mit dem Dramatiker Heiner Müller. Er übernahm eine mehrjährige Dozentur für Bühnengestaltung, Bühnentechnik und Figurenspiel an der Hochschule der Künste Berlin und konzipierte Ausstellungen. Als Maler arbeitet Christian Heinrich in einer sehr prononcierten und ausgefeilten Bildsprache, deren gestalterische und technische Elemente er konsequent für sich entwickelt hat. Seit 1987 sind seine Arbeiten in Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland zu sehen.

Seine Ölcollagen wirken nur auf den ersten flüchtigen Blick wie zweidimensionale Bilder; beim näheren Herantreten entfaltet sich ihre Räumlichkeit, die Bewegung ihrer Oberfläche. Auf einen Bildträger - Bütten, Leinwand oder Holz - werden viele Lagen verschiedenartiger Papiere aufgebracht, die sich in Stärke, Materialeigenschaft, Dichtigkeit und Oberflächenkonsistenz unterscheiden: hauchdünne Seiden- und Reispapiere, transparentes Pergament, kräftiges Bütten bis hin zum dicken afrikanischen Elefantendungpapier. Diese handgefertigten Papiere, die Spuren ihrer Rohstoffe und Bearbeitung tragen, werden auf vielfältige Weise behandelt, ehe Heinrich sie auf den Bildträger aufbringt. Sie werden getränkt, geölt, in Leim getaucht, unterschiedlichen Trocknungsprozessen unterworfen, gerissen, geknautscht, angebrannt. Schicht für Schicht wachsen schollen- oder inselartige Papierlagen aus dem Bildgrund hervor.

Das Bearbeiten geht nach dem Collagieren, dem Über- und Nebeneinanderkleben der Schichten weiter, indem Farbe aufgetragen wird, teilweise als homogenisierender, zusammenfassender Überzug, als ein das Relief nur lasierendes zartes Kolorit oder, wieder in mehreren Schichten, als eigenes Farbrelief. Auch die Farbhaut wird noch einmal bearbeitet, geschabt, geritzt, verletzt, aufgerauht oder geglättet. Noch feuchte formbare Partien werden zusammen geschoben oder bis zum Zerreißen gedehnt.

So entsteht neben der räumlichen Dimension eine Oberflächenstruktur, die einen Akt der Verkrustung, Erstarrung, Vernarbung assoziiert und der haptischen Vorstellung dadurch Eigenschaften suggeriert wie weich, formbar, hart, kristallin, rauh, feucht oder fettig. Die Oberflächenstruktur verweist auf Entstehungs- oder Vergänglichkeitsprozesse und impliziert die Dimension Zeit. 

Scheinbar ungestalte amorphe Schichtungen setzt Christian Heinrich durch Gewichtung der Flächen und Massen und durch das Zusammen- oder Gegenspiel der Farben in eine sehr bewusste und geklärte Komposition um. Die Waagrechte als beruhigter Bildhorizont kehrt immer wieder und erlangt in einigen neueren Arbeiten Bild beherrschende Dominanz. Quadrat- oder Rechteckblöcke, Verzahnungen und Verschränkungen bilden die festen, ruhenden Bildelemente, die durch ihre geschlossene Kontur in sich zusammengehalten werden. Kontur bedeutet hier nicht nur Umrisslinie, sondern, ganz materiell, Begrenzung von Schichten und Massen. Daneben gibt es heftige Schrägen, die als dynamisches Element die Bildruhe zerreißen, sowie flüchtige, sich in Konturlosigkeit auflösende Formen oder eruptive, aus einem eng begrenzten Bereich sich explosionsartig ausbreitende Massen.

Die großformatigen jüngeren Arbeiten verbinden das aus großen Blöcken gebaute Bildgerüst mit einer faszinierenden Farbigkeit, die nicht aus dem Kontrast, sondern aus der Konzentration, Gestimmtheit und gegenseitigen Intensivierung lebt. Die breite Palette erdiger Beige-, Braun- und Grautöne spielt häufig in leuchtendes Gelb und Orange. Hinzu kommen tiefe, satte Rottöne von loderndem Feuer bis zu reifem Purpur und Violett, dann Blau, vom zarten Aquarell bis zur tintenschwarzen Tiefe des Nachthimmels. Reine Farben wechseln mit „Verschleierungen“ oder stumpfen und wie überstäubten Koloriten. In den neueren Arbeiten, in denen afrikanische Reiseimpressionen nachklingen, nimmt die Intensität der Farbe, nicht Buntheit, zu.

Abstrakte Form- und Farbkomplexe fügen sich figurativ zu imaginären Landschaftsräumen fernab jeder konkreten Verortung. Es sind die Formationen und Strukturen, es ist das Erscheinungsbild der Oberfläche, ihr Kolorit, das naturhafte und geomorphologische Phänomene assoziiert, Stimmungen hervorruft oder das Wirken elementarer Kräfte evoziert. Die Titel, die Heinrich seinen Arbeiten gibt, appellieren an die assoziative Fantasie des Betrachters, sind aber keine verbindlichen Vorgaben. Wesentlich für sein Gestalten ist, dass er „Bildhaftigkeit“ nicht durch Linien, Formen, Farben, Symbole projiziert, sondern ganz materiell mit den verwendeten Stoffen, den Papieren, dem Leim, der Ölfarbe erzeugt.

Nicht immer bewegt sich Christian Heinrich auf dieser imaginären Ebene. In der Serie seiner neuen Afrikabilder findet „Verortung“ auf verschiedenen Ebenen statt. Zeichenhafte, doch stofflich konkrete textile Eckmotive mit typisch afrikanischen Mustern verweisen die Bilder in einen bestimmten Kontext. Die eigentlichen Bilder erzeugen formal und farblich Landschaftsassoziationen; wie bei einer Spielkarte verbinden sich Bild und Symbol. Doch von deren serieller Beliebigkeit unterscheiden sie sich durch die originäre Bildkraft, die sich gegen Ornamentalisierung und Formalisierung behauptet.

Marlene Jochem, Theodor-Zink-Museum, Kaiserslautern, 2001

  

 

Ausstellung „Horizonte“, Galerie Ines Schulz, Dresden

„Unterwegs“ heißt ein Gedicht von Sarah Kirsch.

Mein Körper der mich begleitetLebenslänglich verfolgt
Von einem dunklen Schatten
Geformt wie ein Hund versessen
Um mich zu sein
Ein paar Worte mit Kreide
Auf die Straße geschrieben im Regen

Er ist auch unterwegs, der Berliner Künstler Christian Heinrich. Gottlob schreibt er seine Worte nicht mit Kreide, nicht auf die Straße, nicht im Regen. Gottlob schreibt er uns seine Worte auf die Leinwand, auf Bütten, auf Holz. In Braun- und Gelbtönen, Rostspuren, in mehrfarbigem Schwarz und manchmal mit sandigem Material. Christian Heinrich erzählt uns von seinen Reisen, lädt uns ein, mitzugehen, auf „vertraute Spuren“, „kleine Traumreisen“. Er erinnert sich – und wenn wir wollen, auch für uns Betrachter – an Colorado, an Manhattan, an Vorgebirge, an Küstenlandschaften, an mystische Tropfsteinhöhlen, an Rauschzustände. Wir müssen diesen Wegweisern nicht folgen, wir können uns unsere eigenen Wege suchen. Leichter allerdings wird es nicht. Heinrich verwehrt sich dem schnellen Blick. Wer ihn verstehen will, wahrnehmen im wahrsten Sinne des Wortes braucht Zeit. Zeit zum Eintauchen in einer unendlich scheinenden Welt. Wie anders soll man diese gegenstandslosen Bilder eines Reisenden verstehen, die auf nichts verweisen, nur auf sich selbst? Auf ihre Schönheit, auf ihre Gelassenheit, auf ihr beredtes Schweigen. 

Was bietet Christian Heinrich uns als Hilfe an? Geheimnisse: alte Gemäuer, moosige Flechten, Sprünge und Risse in trockener Erde, zerklüftete Felsen und ein betörendes Licht, gelb, heiß, flirrend – eine lähmende, staubige, surreale Atmosphäre legt sich über die Bilder. Alles scheint wie verwaschen und ist doch - dann wieder - ganz klar, mit einer unglaublichen Leuchtkraft. Mit anderen Worten: Collagekunst per exellence. Handgeschöpftes Papier unterschiedlicher Art und Herkunft, getränkt in Öl, getaucht in Leim, gerissen, geknautscht, angebrannt. Sorgfältig aufgetragene Farbschichten, und auch diese noch einmal bearbeitet, geschabt, geritzt, malträtiert, geglättet, vorsichtig zusammengeschoben oder bis zum Zerreißen gedehnt. So entstehen Räume, Schichten, scheinbare Zeitverläufe. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man meinen, vor einem Ausgrabungsfeld zu stehen, man sieht förmlich die Archäologen, wie sie Schicht für Schicht freilegen, die Erde zerbröseln, sie abklopfen, wie sie dem Boden in stundenlanger Arbeit Erinnerungsstücke mühsam entreißen. Die Oberfläche dieser Collagen scheint verkrustet, erstarrt, vernarbt. Man möchte sie berühren, spüren, ob der Eindruck täuscht oder stimmt. Sind diese Reliefs weich, kristallin, rauh, feucht oder fettig und wenn all das nicht, wie dann?

Der Berliner ist ein Meister der Suggestion. Seine Bilder ziehen in den Bann. Sie sind distanziert, vorsichtig, verhalten. Verhalten unruhig, ja erschreckend subtil. Schauen Sie sich nur den „Roten Rausch“ an. Bitte, schauen Sie genau hin. Sie dringen ein und verlieren sich, ihr Blick wird weit und weiter. Und auf einmal sind Sie mittendrin im Flammenmeer, Sie können sich dem nicht entziehen, wenn Sie es wirklich wagen, hier einzudringen, ist eine Flucht nicht mehr möglich, Sie verzehren sich in der Hitze.

Man sollte Christian Heinrich unbedingt danach fragen, warum er sich diesem lodernden Feuer aussetzt, warum er uns das antut. Der Berliner, Jahrgang 1957, studierte Kunstgeschichte, Archäologie und Publizistik, bevor er sich der Kunst zuwandte, mit einem Studium an der Hochschule der Künste Berlin. Der Meisterschüler von Professor Herbert Kaufmann interessierte sich schon früh für interdisziplinäres Arbeiten. Gemeinsame Theaterprojekte mit dem Dramatiker Heiner Müller und eine mehrjährige Dozentur für Bühnengestaltung, Technik und Figurenspiel an der Kunstakademie in Berlin berichten davon. Seit 1987 sind seine Arbeiten in Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland zu sehen. Die geheimnisvollen Reisebeschreibungen von Christian Heinrich finden längst Anklang.

Verständlich. Schauen Sie sich nur „Night mirror“ an. Sehr schwarz, grau, braun, sehr erdig. Sehr distanziert. Und gefährlich. Tintenschwarz tief. In dieser Tiefe die linearen Strukturen. Irgendwie wird alles von strenger Hand festgehalten. Gleichzeitig aber ist alles offen. Ich sehe den Ritter der Nacht, das Visier ist heruntergelassen, der Blick allerdings geht ins Leere. Dann aber wieder sehe ich Spiegel über Spiegel oder gar Straßen. Alles ist sehr geometrisch, sehr geordnet, tatsächlich wie Straßenzüge, wie Straßenzüge in New York. 1. ,2., 3. Straße, New York - eine Stadt entstanden am Reißbrett, und auch eine Ölcollage auf Leinwand. Das ist kein Zufall. Christian Heinz war 1995 in New York. Dort am Broadway hat er diese Stapel Papier entdeckt, Büttenpapier aus Seide, aus Reis, aus Pergament, aus Elefantendung. Dort hat er angefangen mit seinen Papiercollagen.

Ich möchte Ihnen noch eine Arbeit vorstellen. „Magic Cango Cave“, eine Holzarbeit von 2001. Auch diese mystische Tropfsteinhöhle entzieht sich dem schnellen Blick, der schablonenartigen Einordnung. Hier scheinen sich Formationen in Ocker, Gelb, Schwarz und Rost zusammen zu schieben. Schauen Sie bitte genau hin, sie können die tropfenden Steine tatsächlich sehen. Und nicht nur das. Sie erleben auch das Licht, die Landschaft eines südlichen Afrikas. Auch dieses Bild ein Reisebild.

Der Berliner Christian Heinrich, ein Reisender, ein Suchender, ein Kind mit offenen Augen. Möge er auf all seinen Wegen immer eine Zuflucht finden. Möge er wenigstens immer ein paar Worte mit Kreide schreiben. Auf die Straße, selbst wenn es regnet. Er erzählt so faszinierend. Gottlob.

Adina Hähnel, Oktober 2006, Dresden

 

Portraitfoto: Gregor Marvel
Fotos von den Arbeiten: Christian Heinrich, Angelika Weidling, Stephan Wiesner

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