Wieland Richter

 

 

 

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1955in Dresden geboren
seit 1985 Beschäftigung mit Malerei, Grafik, Performance, Installations- und Objektkunst
1989 Zusammenarbeit mit dem englischen Maller Christopher Simpson (Portrait ; Performance)
1991 Stipendium in Trento, Italien
1994 Mitgliedschaft im Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler
Arbeitsaufenthalte in Berlin. Gemeinschaftsarbeiten mit dem Berliner Maler Romen Banerjee.
1994-1999          Vorstandsmitglied im Künstlerbund Dresden e.V.
1997 Es entstehen erste Objekte und Plastiken aus Metall
2000  Mitgliedschaft im Neuen Sächsischen Kunstverein
2001  Stipendium in Sachsen-Anhalt
2007 Studienreise in die Bretagne, Frankreich
2008Beschäftigung mit künstlerischer Fotografie
2011Hinwendung zur Holzskulptur
2014-2015Arbeitsaufenthalt in Australien
  lebt und arbeitet in Putzkau und Dresden

 

               
Einzelausstellungen (Auswahl)
   
2015Galerie Profil, Weimar
Galerie Mitte, Dresden
2012Galerie Rehberg, Berlin
Landschloss Pirna-Zuschendorf
Galerie Mitte, Dresden
2011Schloß Wackerbarth, Radebeul
Galerie Villa Eschebach, Volksbank, Dresden
2010
KUNSTKABINETTKEMPIN, Radebeul
Galerie Profil, Weimar
2009 Landesbühnen Sachsen, Dresden
Galerie Fine Art, Leipzig
Galerie Mitte, Dresden
2008 Galerie Koch, Freiburg
Schloß Glauchau, Glauchau
2007 Galerie im Regierungspräsidium   
2006 Galerie 84 Ghz, München
Galerie Ines Schulz, Dresden
Galerie Alte Feuerwache, Göttingen
2005 Traum – Zeit, Galerie Mitte, Dresden
Galerie für Sächsische Kunst im Kleinen Haus
Galerie Profil, Weimar
2004
Galerie Sillack, Dresden
2003 Galerie Profil, Weimar
2002
Stadtgalerie Radebeul
Galerie Mitte, Dresden
2001
Schloß Proschwitz (mit Meta Keppler)
Galerie Sillack, Dresden
2000
Galerie im Regierungspräsidium, Dresden
Galerie Profil, Weimar
1999 Galerie Mitte, Dresden
Leonhardi-Museum, Dresden
Galerie Mersmann, Oberhausen
1998
Galerie Sillack, Dresden
Kulturrathaus, Dresden
Kunsthaus Raskolnikow, Dresden
1997 Carl-Lohse Galerie, Bischofswerda
Galerie im Regierungspräsidium, Dresden
1996 Galerie Mersmann, Düsseldorf
1995
Staatsschauspiel, Kleines Haus, Dresden
Galerie Appenhof, Rothschönberg
die Galerie, Dresden
1994
Galerie Sillack, Dresden
Galerie Kulturetage, Dresden
1993 
Galerie Göbel, Dresden
1992
Galerie Haus auf der Mauer, Jena
1990 Galerie grafic arts (mit Christopher Simpson), Ingolstadt
1987 Galerie Noll, Jena

 

                          Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)
  
2016Meine ausgewanderten Augen (mit Christian Heinrich), Galerie Friendly Society, Berlin
2014Das gleiche Format, Galerie Friendly Society, Berlin
Wasserspiegelungen, Galerie Friendly Society, Berlin
GRÜN...GRÜN...GRÜN, Galerie Friendly Society, Berlin
2013Das kleine Format, Galerie Mitte, Dresden
2012Künstler der Galerie, Galerie Profil, Weimar
Augenblicklich, Galerie Profil, Weimar
2011Erste Mitgliederausstellung des NSKV, Festspielhaus Hellerau, Dresden
2010Winter 10, Galerie Sybille Nütt, Dresden
Ostwind, Kulturrathaus, Dresden
Der Nikolaus war fleißig Teil 3, Galerie Friendly Society, Berlin
Roots - The Spirit of South Africa, Galerie Friendly Society, Berlin
2009
Der Nikolaus war fleißig Teil 2, Galerie Friendly Society, Berlin
Galerie Mitte, Dresden
2008
INTER ART GALERIE REICH, Köln
Kitsch ist Kult, Galerie Mitte, Dresden
Der Nikolaus war fleißig Teil 1, Galerie Friendly Society, Berlin
2007Frei wie der Wind, Galerie Friendly Society, Berlin
Die Welt bespiegeln, Neuer Sächsischer Kunstverein, Dresden      
2006INTER ART GALERIE REICH, Köln
Kunsthof 40 (mit Romen Banerjee), Berlin
2005Traum – Zeit, Galerie Mitte, Dresden
stromaufwärts, Kreuzkirche Dresden, Dresden
mail – art – congratulations, Kunsthaus Raskolnikow, Dresden
tRAUMgeBILDe 2005, Magdeburg
2004Elfenreigen, Galerie Mitte, Dresden
Hoch – Zeit, Galerie Mitte, Dresden
Kunstpreis der Oberlausitz, Pulsnitz
Kunstpreis der Oberlausitz im Sächsischen Landtag, Dresden
2003Es werde Licht, Galerie des Neuen Sächsischen Kunstvereins, Dresden
1001 Stamperblümchen, Staatsschauspiel Dresden
2002Kunst Post Karte, Galerie art & form, Dresden
2001 
stromaufwärts, Galerie Sillack, Dresden
2000stromaufwärts, Galerie Sillack, Dresden
new art gallery, München
benutzbar, Galerie des Neuen Sächsischen Kunstvereins, Dresden
1999 stromaufwärts, Galerie Sillack, Dresden
Durchsicht: Werkstoff Glas, Kunsthaus Raskolnikow, Dresden
1998Carl-Lohse Galerie, Bischofswerda
stromaufwärts, Galerie Sillack, Dresden
Kunsthaus Raskolnikow, Dresden
1997Galerie art Kontakt, Dresden
Mensch ,Stadt, Natur, Galerie Sillack, Dresden
re Art, Freiraum – Ausstellung, Dresden
GRAMMATICHE, Solferino, Italien
Skulptur, Neue Sächsische Galerie, Chemnitz
1996 
Dresdner Künstler stellen aus, International Art Consulting, Ratingen
Offerte III. Galerie Mitte, Dresden
Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig
1995 
Arbeiten auf Papier, Kulturrathaus Dresden, Dresden
PONTON, Dresden
MINIATUR, Galerie am Damm, Dresden
Unter Druc,k Galerie Rähnitzgasse, Dresden
1994S. Guiseppe- S.Chiara; Ex Ferrarese FORME E COLORI PER LA PACE 1994, Trento, Italien
Galerie unterm Dach, Dresden
Portraitausstellung, Galerie Kunst der Zeit, Dresden
fax art networks, Schloss Heidelberg, Heidelberg
London – Berlin, Raab Galerie, Berlin
1993Japanisches Palais, Dresden
1992 
Galerie Mitte (mit Stefan Voigt), Dresden
Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig
1990Jahresendausstellung, Galerie Adlergasse, Dresden

                      

                           Performance (Auswahl)
  
2005
Performance zur Kunstnacht “Kamenz steht Kopf“ im ehemaligen Barmherzigkeitsstift, Kamenz
1999
“Flüchtige Momente“ (mit der Tänzerin Adina Eigenbrodt), MAHAG Dresden
1995
“TRILOGIE“, Performance zu Ponton, Ehemalige Lampen – Musterhalle Seifert, Dresden
1994 
“UN - BEFLECKT“, Kunstbahnhof Klotsche, Dresden
1991 
Eröffnungsperformance “Niederstürzen in blauer Last“ zu Christopher Simpsons Ausstellung “Die blaue Bibliothek“
1990
“Treuekundgebung im Rahmen der gesamtdeutschen Freude“ (mit Christopher Simpson) in der   Hochschule für Bildende Künste Dresden

 

                Kunstmessen
  
2012                   11. Meißner Grafikmarkt, Albrechtsburg, Meißen
201110. Meißner Grafikmarkt, Rathaus Meißen, Meißen
1. Kunstmarkt der Sächsischen Zeitung, Haus der Presse, Dresden
30. Dresdner Grafikmarkt der Pirkheimergesellschaft und des Neuen Sächsischen Kunstvereins, Dresden
2003Ambiente, Roggencamp, Frankfurt/Main
Kunstmesse Rotterdam, Niederlande
Kunstmesse Dortmund
Kunstmesse Antwerpen, Belgien
2002Kunstmarkt Dresden, Galerie Profil
2001Internationale DRUCKKUNST Messe, Bremen
Städtische Galerie im Buntentor
2000Grafikmarkt Dresden, Galerie Mitte, Galerie Profil
1999Grafikmarkt Dresden, Galerie Mitte, Galerie Profil
1998Art Innsbruck, Österreich, Galerie Mersmann
Grafikmarkt Dresden, Galerie Appenhof, Galerie Profil
1997LINEART, Galerie Valté, Gent, Belgien
Grafikmarkt Dresden, Galerie Appenhof
Art multiple Düsseldorf, Galerie Mersmann
1996
Grafikmarkt Dresden, Galerie Appenhof
1995Graphikmesse Dresden, Galerie Appenhof, Galerie Sillack
Art multiple Düsseldorf, Galerie Valté
1994
Graphikmesse Dresden, Künstlerbund Dresden e.V.
1993  
Graphikmesse Dresden, Galerie Mitte


                 Arbeiten in öffentlichem Besitz (Auswahl)
  
 Arbeitsgericht Dresden
Bau- Berufsgenossenschaft Bayern und Sachsen
DEKRA
Dresdner Factoring
Dresdner Factoring
Elbe Flugzeugwerft, Dresden
Herzzentrum Dresden
Kulturrathaus Dresden
Kunstfonds des Freistaates Sachsen
Kunstsammlungen zu Weimar
Kupferstich - Kabinett Dresden
Landgericht Bautzen
Medizinische Akademie Dresden
Mercedes-Benz
Museum Ludwig im Deutschherrenhaus, Koblenz
Neue Sächsische Galerie, Chemnitz
Neuer Sächsischer Kunstverein
Regierungspräsidium Dresden
Sächsischer Landkreistag
Sächsischer Landtag
Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
Sächsisches Staatsministerium der Justiz
Sparkasse Pirna-Sebnitz
Stadtmuseum Dresden
Stadtsparkasse Dresden
Technische Universität Dresden
Tiefbau - Berufsgenossenschaft, München/Weimar
TU Dresden
TÜV Sachsen
UNESCO


Wieland Richter der unverbesserliche Naturromantiker, verführt den Betrachter in dieser Ausstellung mit fließender, atmosphärischer Farbigkeit und kalligrafisch anmutenden Chiffren in seine bildnerischen Gegenwelten, die Träume nicht knechten.

Er ist harmoniesüchtig und bekennt sich dazu. Er ist einer jener sympathischen Unbelehrbaren, die stereotypem Nützlichkeits-denken mit einer Flut von sinnlichen, illusionsreichen Bildwerken begegnen.

Indem er seine Sehnsucht ins Anderswo, mag man es „Schatten der Vergangenheit“ nennen, mit Archetypen und Farben ent-fesselt, seine Lust zu leben und zu träumen, manifestiert sich eine Begegnung mit dem Unsichtbaren, dem Gefühlten und schließlich Erkannten: mit der literarischen Person von Hermann Hesse Siddharta vielleicht vergleichbar.

Auf dem steinigen Weg vom Vorbildlichen zum Urbildlichen fühlt er sich nicht an die Wahrnehmungswelt gebunden, weil er an diesen Formenden nicht das Wesen des natürlichen Schöpfungsprozesses sieht.

Ohne es vordergründig zu wollen, ist er doch ein malender Philosoph, ein Zivilisationskritiker. Und wenn er nicht, wie die Opti-misten, diese Welt für die beste der Welten erklärt und auch nicht sagen will, diese uns umgebende Welt sei zu schlecht, so sagt er sich doch, in der ausgeformten Gestalt ist sie nicht die einzige aller Welten.

Somit verleiht der Künstler der Genesis Dauer, wenn ihn ab und an der „Schatten der Vergangenheit“ berührt.

Vielfach offene Formen tauchen aus dem Malgrund auf, die in fließender Bewegung sind - PANTA REI -, aus denen sich noch alles entwickeln kann. Form ist ein Mysterium, wie das Ursprüngliche auch.

Wieland Richter folgt seiner Intuition, um aus dem geordneten Chaos des reglementierten Alltags auszubrechen – und zwar mit Farben, die sich in leuchtenden Bahnen, inneren Gesetzmäßigkeiten folgend, ausbreiten: Licht trinkend, mitreißend, entschweb-end, bodenständig, hart und weich, klingend und atmend. Es sind mitunter Farben, die einem informellen Grundgestus folgen, die Krusten geheimnisvoller Erinnerung in sich tragen. Was sich auch immer an Erlebtem in ihm festsetzt, Dinge der Außenwelt tauchen verwandelt, als kalligrafische Chiffre für das „Verborgene“, assoziationsreich lesbar, wieder auf – oftmals eingeschlos-sen in monolithische Quadraturen.

Und dabei kann ich keine ironischen oder anklagenden Klangfarben entdecken. Eher ist Wieland Richter imstande, einen Schimmer von Versöhnung über die frustrierenden, tagtäglichen Anstrengungen zu legen. Zudem sind seine Bildwerke weit entfernt von didaktischer Untergangsdrohung und zivilisationsfeindlicher Sentimentalität.

Aus ihnen tönt eher ein Lied auf die naturverbundene Überlebenskraft der Menschen.

Die Arbeiten von Wieland Richter sind, nimmt man einige Bildtitel zu Hilfe: ein „Morgentraum“, der „über Versunkenes gleitet“, ein „Strahlenlied“ im „lautlosen Stein“ geborgen, das in dem Statement mündet: „Ohne Erde kein Himmel“.

Wenngleich Wieland Richter ein Träumer ist, so ist er doch einer mit Realitätssinn. Der Melancholie der Vergeblichkeit, Fort-schritt als Fortschritt zu definieren, der allgemeinen Blindheit und Unbelehrbarkeit, der atemberaubenden Geschwindigkeit von Zeit begegnet Wieland Richter mit seinen stillen, meditativen Bildern, die einem Orakel gleichen.

Das Ungewisse, das geheimnisvoll Vergangene, das jedes menschliche Wesen „über alle Zeit hinaus“ in sich trägt, bestimmt sein Kunstwollen.

Irdisches wie Atmosphärisches, zeitlich Gebundenes und unendlich Existentes münden in einen glühenden Strom von „Innerlichkeit“ ein, der die bewegte Stille beherrscht. In der Abgeschiedenheit seines Ateliers in Putzkau fallen seine Träume in diese Welt und dabei zerschlägt er nicht den irdischen Kompass. Alles, was sich malend auf den Leinwänden verselbständigt, erscheint aus sich selbst heraus notwendig.

Das künstlerische Arbeiten ist ein Prozess und dabei ist Farbe das große Abenteuer, in das die Arbeiten den Maler und später auch den Betrachter locken.

Der Kampf mit der Natur, der Kampf mit sich selbst, das Spiel mit eigener und vorgegebener Kraft und die Vision auf Ausgleich sind ohne jegliches Versprechen in den Malereien nachzuempfinden.

Frei von elitären Attitüden und Gefallenssucht ist sein Werk ein direkter Reflex auf eine sich selbst zerstörende, mitunter menschenfeindliche Welt. Seine Kunst widersteht Kälte und Schliff sowie überpersönlicher Zeichensetzung, sicherlich sind ihr deshalb so viele Menschen verfallen. Sie spiegelt das Leben mit seinen Unwägbarkeiten und Sehnsüchten im immerwährenden Kreislauf von Werden, Wachsen und Vergehen. Folgen Sie nun dem unbelehrbaren Träumer Wieland Richter, der immer wieder Archen, im Sinne von Aki Kaurismäki baut:

„Der Sinn des Lebens besteht darin, einen persönlichen Moralkodex zu entwickeln, der die Natur und den Menschen respektiert und schließlich – ihn zu leben.“

Karin Weber, 16.Januar 2005

 

Portraitfoto: Jan Oelker
Fotos von den Arbeiten: Wieland Richter

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